Sozialbewusst "FAIRlaufen"

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Jede Menge Zeichnungen und Entwürfe fertigten die beteiligten DZG-Schüler an, ehe der finale Fairtrade Stadtplan für Landsberg fertig war.

Landsberg – Wo finde ich meine Anlaufstellen und Geschäfte für den sozialbewussten Einkauf im seit 2014 zur „Fairtrade-Town“ gekürten Landsberg? Bei dieser Frage hilft künftig der Blick in den „Stadtplan zum FAIRlaufen“, den eine Projektgruppe von Abiturienten des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums (DZG) am Donnerstag ab 18.30 Uhr im Historischen Rathaus vorstellt.

Kunstlehrerin Stephanie Kaltenecker ist beim Termin mit dem KREISBOTE sichtlich stolz auf ihre zwölf Schüler, deren P-Seminar sie in den letzten eineinhalb Jahren leitete. Bei solch einem Seminar geht es darum, in enger Abstimmung mit einem Partner aus der Wirtschaft ein Projekt zu bearbeiten und Erfahrungen für Studium und Arbeitsleben zu sammeln.

Das sei gelungen, ist Kaltenecker sicher, denn mit Alessia Binderberger, Christine Freund, Marie Lang, Leonie Morski, Jonah Neugebauer, Katharina Schafbauer, Laura Scherff, Elisa Schorer, Julika Siebel, Simon Stenzer, Ricco und Timo Welz sowie Sandra Wohlfahrt hätte sich eine absolut engagierte Gruppe zusammengefunden. Schnell sei es den Abi­turienten nicht mehr nur um die Note, sondern um die Sache an sich gegangen, in die sie auch außerhalb des Unterrichts viel Zeit investiert hätten. Mal sei mehr Stress aufgekommen, beispielsweise wenn ein Abstimmungstermin mit Kooperationspartner „Nord-Süd-Forum Landsberg“ näher rückte, dann hätte es entspanntere Phasen gegeben. Doch insgesamt war der Aufwand nicht unerheblich, alle Beteiligten gaben Gas.

Und das sieht man, denn der „Stadtplan zum FAIRlaufen“, der Landsberger Geschäfte mit entsprechend zertifizierten Artikeln im Sortiment aufführt und verortet, überzeugt inhaltlich und durch seine Hintergrundidee, kommt aber auch optisch absolut stimmig daher. Das liegt daran, dass alle Schüler ihre Stärken gewinnbringend einbrachten. So war der digitale Part primär die Domäne der Jungs, die das Endprodukt „zusammenbastelten“. Mit Simon Stenzer fand sich ein Webmaster für die eigens kreierte Homepage, die künftig an die Website der Stadt Landsberg angekoppelt sein soll.

Die Mädels waren dagegen eher für das „klassische“ künstlerische Metier zuständig, sie zeichneten im wahrsten Sinne des Wortes für die händisch erstellten Abbildungen verantwortlich. Katharina Schafbauer legte sich ihrerseits schon in den frühen Morgenstunden mit ihrer Kamera auf die Lauer, um ein Bild der Landsberger Altstadt im perfekten Licht des Sonnenaufgangs zu erhaschen.

Zusammen feilten die Schüler dann immer wieder am Endprodukt. Der „jägergrüne“ erste Vorschlag sei schnell verworfen worden, auch der Arbeitstitel „FAIRführer“ fiel früh durch. Nun strahlt der „Stadtplan zum FAIRlaufen“ in einem warmen Orange und überzeugt mit seinem Namen, der auch durch den Widerspruch in sich seinen Charme entwickeln soll. Eine „freundliche, zeitgenössische“ Hilfestellung eben für den sozial verantwortungsbewussten Alltag.

Nach der Präsentation am Donnerstag hegen die Schüler einen großen Wunsch: Dass dem Fairtrade-Schwesterprojekt des DZG, „Die gute Schokolade“, das noch läuft, ebenfalls Erfolg und Nachhaltigkeit beschieden sei. Und dass die Landsberger Verwaltung den Fairtrade-Stadtplan regelmäßig aktualisiere. Auch, weil Fairtrade sich der Überzeugung der Schüler nach mehr und mehr in der Gesellschaft durchsetzt.

Rasso Schorer

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