"Doppelspitze" im Stadttheater Landsberg – Florian Werner unterstützt Theaterleiter Ludwig Frey

Der Vertrag ist unterschrieben, nun ist es offiziell: Seit Dienstag vergangener Woche ist Florian Werner neben Ludwig Frey der „zweite Mann“ im Stadttheater. Werner, den Lechstädter hauptsächlich von der „landsberger bühne“ bekannt, wird Theaterleiter Frey in seinen Aufgaben unterstützen und ab 1. Dezember dieses Jahres die künstlerische Verantwortung übernehmen.

Diese Funktion wird Florian Werner zunächst bis zum 31. Juli 2010 und im Rahmen eines Werkvertrages wahrnehmen, doch, wie Oberbürgermeister Ingo Lehmann bei einem kurzfristig anberaumten Pres­- segespräch betonte, könne er sich „bei gegenseitiger Sympathie eine gemeinsame Zukunft im Stadttheater vorstellen.“ Eine der ersten Aufgaben der neuen „Doppelspitze“ wird die Gestaltung des Frühjahrsprogrammes sein. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Frey und bin sicher, noch einiges von ihm lernen zu können“, erklärt Werner, der sich selbst zunächst als „Assistent“ des Theaterleiters sieht. Außerdem sei es sehr sinnvoll und eine „bessere Absicherung für beide Seiten“, erstmal von seinem Vorgänger eingearbeitet zu werden. Auch Ludwig Frey, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen frü­her als geplant aufgeben muss, ist von dieser Lösung sichtlich angetan: „Ich finde die Entscheidung für Herrn Werner sehr positiv und sehe es als Erleichterung, jemanden an der Seite zu haben – das nimmt eine Menge Druck weg“. Erleichtert ist auch der Oberbürgermeister: „Ich bin Herrn Frey sehr dankbar, dass er im letzten Jahr eingesprungen ist; dass er nun früher aufhören muss, war ein schwerer Schlag. Aber ich sehe jedes Problem als Herausforderung und bin froh, dass Herr Werner uns hilft, diese Herausforderung zu meistern. Es galt, schnell und effektiv zu handeln“. Der 37-jährige Florian Werner hat in München und Wien Theaterwissenschaft studiert und ist in Landsberg nicht nur als Schauspieler und Regisseur der „landsberger bühne“ bekannt, sondern hat in diesem Jahr als Spielleiter der Waaler Passion für Furore gesorgt. Zudem leitet er das Schülertheater in St. Ottilien. Bessere Zusammenarbeit Auch für das Landsberger Stadttheater hat Werner einige neue Ideen, die er gemeinsam mit Ludwig Frey auf ihre Realisierbarkeit hin prüfen will. Wichtigstes Anliegen sei ihm jedoch, dass sich die Bürger wieder mit ihrem Theater identifizieren können. Auch für Jugendliche und Senioren wolle er interes­- sante Angebote schaffen und durch die Programmgestaltung alle Zielgruppen berücksichtigen. Auch Eigenproduktionen seien nicht ausgeschlossen, sofern sie, so der OB, „künstlerisch und finanziell machbar seien“. Denkbar sei in diesem Zusammenhang auch eine Einbeziehung anderer Landsberger Kreativer wie beispielsweise die Musikschule oder die örtlichen Ballett­- schulen. „Diese Zusammenarbeit kann besser ausgebaut werden“, überlegt Werner. Die erste Eigenproduktion des „Neuen“ lässt nicht lange auf sich warten, allerdings mit der „landsberger bühne“, mit der Florian Werner „Pygmalion“ von George Bernard Shaw inszenieren wird.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Töpfermarkt am Limit
Töpfermarkt am Limit
Die Stadtwerke Landsberg steigern ihren Gewinn
Die Stadtwerke Landsberg steigern ihren Gewinn
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare