Dorffest mal drei in Eresing

Feiern kompakt: Die Weihe des neuen Mehrzweckfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr und das 90-jährige Jubiläum des Gartenbauvereins sind am Sonntag Anlass für ein außergewöhnliches Dorffest gewesen. Dazu fand auch noch die Eresinger Fronleichnamsprozession statt.

Im Anschluss an die Prozession segnete Pater Arnold Walloschek das neue Fahrzeug „und damit alle, die es benutzen“. Der Renault Master, der speziell nach den Vorgaben der Eresinger Wehr ausgestattet wurde, ersetzt ein 13 Jahre altes Vorgängerfahrzeug, das unter anderem wegen fehlender Kopfstützen und Anschnallmöglichkeiten nicht mehr einsatztauglich war. „Bei unserem neuen Fahrzeug handelt es sich nicht etwa um ein schönes Spielzeug für die Feuerwehr, sondern um ein Werkzeug, mit dem wir schnell und effektiv Hilfe leisten können“, betonte Kommandant Johann Müller in seiner Ansprache. Das Fahrzeug transportiert bei Einsätzen unterschiedlichster Art, aber auch bei Fahrten zu Ausbildungen und Übungen, Mannschaft und Material. Eine eigens montierte Rampe ermöglicht die schnelle Be- und Entladung von Gerätschaften, im Notfall sogar den Transport von Rollstuhlfahrern. Bürgermeister Josef Loy wies darauf hin, dass die Gemeinde für die Sicherheit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute verantwortlich sei und sie daher entsprechend ausstatten müsse. Das Mehrzweckfahrzeug habe inklusive Ausstattung 52.000 Euro gekostet, zu denen der Feuerwehrverein gut 10000 Euro beigesteuert habe. Stellvertretend für den Landkreis gratulierte Kreisbrandinspektor Peter Kawohl den Eresinger Kollegen. „Egal, ob es um Brandbekämpfung, Unfälle, Unwetter oder Umwelteinsätze geht - die Freiwilligen Feuerwehren sind noch immer die erste Adresse in unserem Sicherheitssystem“, so Kawohl. Kreisbrandmeister Ewald Kapfhammer betrachtete die Anschaffung des neuen Fahrzeugs als „dringende Maßnahme, die die Schnelligkeit und Flexibilität der Wehr sicherstellt“. Angesichts der vielfältigen Tätigkeiten und Aufgaben sei es immer wichtiger, dass Fahrzeuge und Gerätschaften den Anforderungen entsprechen. Einen ganz anderen Aspekt des Dorflebens verkörpert der Gartenbauverein Eresing, der am Sonntag sein 90-jähriges Gründungsfest feierte. Als der Verein im Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufen wurde, ging es in erster Linie um „die Optimierung von Nahrungsmitteln aus dem eigenen Garten“, so die erste Vorsitzende Maria Waas. Einen Baum gepflanzt „Damals war ein Obstbaum so wertvoll, dass sich alle Mitglieder für ein rücksichtsloses Vorgehen gegen Obstdiebe aussprachen.“ Heute beschäftigt sich der Verein in erster Linie mit Ortsverschönerung und Heimatpflege sowie mit der Beratung von Gartenbesitzern. Aus Anlass des Jubiläums pflanzten Vereinsmitglieder am Nachmittag neben der Schule einen Apfelbaum. Zahlreiche Vorführungen der Feuerwehr sowie ein Kinderprogramm mit Spielen rundeten die Veranstaltung ab. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Musikverein Eresing.

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