Überraschung bei der Bürgermeister-Nominierung in Penzing

Dorfgemeinschaft Penzing nominiert Dieter Förg

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Der DG-Vorstand mit dem Überraschungssieger: Michael Churchin, Wolfgang Frei, Bürgermeisterkandidat Dieter Förg und Manfred Bachmair (von links).

Penzing – Die Dorfgemeinschaft (DG) Penzing hat ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Allerdings fiel die Wahl nicht auf den Bewerber, den der Vorstand der Wählergruppe vorgeschlagen hatte. Dieser wollte in Gestalt von Peter Hammer einen gemeinsamen Kandidaten mit der Orts-CSU ins Rennen schicken. Doch die Wahlberechtigten, die zur Nominierungsversammlung im Gasthof Frank gekommen waren, entschieden anders. Mit deutlicher Mehrheit kürten sie Dieter Förg zum Bürgermeisterkandidaten.

Das Interesse der Bürger war enorm. „Überwältigt“ zeigte sich nicht nur DG-Vorstand Wolfgang Frei angesichts des brechend vollen Saals, in dem einige nur noch auf dem Fußboden der Bühne Platz fanden. Gekommen waren nicht nur Penzinger, sondern auch viele Gäste aus der Gesamtgemeinde, die nicht mit abstimmen durften - zumindest dann nicht, wenn sie in ihrem Ortsteil ihre Stimme bei einer eigenen Nominierungsversammlung abgeben wollten.

Peter Hammer war von der CSU bereits im Frühjahr aufgestellt worden und sollte nun auch den Segen der DG erhalten. Der 47-Jährige ist der ehemalige Kasernenkommandant des Fliegerhorsts und sähe sich als Bürgermeister angesichts der bevorstehenden Konversion des Geländes „zu 100 Prozent als den richtigen Mann am richtigen Fleck“, wie er in seiner Bewerbungsrede sagte. Das Gelände biete die Chance, neuen Wohnraum und innovative Arbeitsplätze zu schaffen sowie unter Umständen eine erste Lösung in Sachen Mehrzweckhalle zu bieten, so Hammer. Dass der zweifache Familienvater weder aus Penzing stammt noch dort wohnt, sieht er nicht als Nachteil - vielmehr ermögliche es ihm einen objektiven Blick, frei von lokalen Verflechtungen. Hammer lebt seit 17 Jahren in Apfeldorf und kann sich einen Umzug nach Penzing zwar vorstellen, will aber nicht „den fünften Schritt vor dem ersten machen“.

Kontrahent Dieter Förg ist dagegen Penzinger durch und durch – im Ort geboren und aufgewachsen, dort wohnhaft und auch beruflich ansässig mit einem Büro für Projektsteuerung und Bauleitung. Der 49-Jährige möchte in der Gemeinde vor allem Bauland schaffen und neues Gewerbe ansiedeln, allerdings ohne „extreme Flächenversiegelung“. Außerdem will er die Vereine unterstützen und „mit den Bürgern im Gespräch bleiben“. Förg ist selbst Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr, im Musik- und im Schützenverein, bei der Wasserwacht und dem FC Penzing, bei den Veteranen und im Madl- und Burschenverein.

Bei der anschließenden Wahl stimmten 97 Anwesende für Förg, auf Hammer entfielen 66 Stimmen. Damit steht fest, dass sich im kommenden März mindestens zwei Kandidaten um den Chefsessel im Rathaus bewerben – Förg für die DG und Hammer für die CSU. 

Ulrike Osman

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