Keine Zusage vom Amt

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Dorfladen statt Dorfweiher? Das letzte Wort in dieser Frage ist in Thaining offensichtlich noch nicht gesprochen.

Thaining – Dorfladen statt Dorfweiher? Sowohl die Gemeinde als auch einige Anwohner, hier die Gegner eines Zuschüttens, verweisen in der Kontroverse zum Erhalt des Thaininger Dorfweihers gern auf Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Doch liegt dort noch gar kein Antrag der Gemeinde vor.

Rückblick: Auf Anfrage des KREISBOTEN erklärte Bürgermeister Leonhard Stork schon vor zwei Wochen, dass die Untere Naturschutzbehörde Einverständnis signalisiert habe, das Areal auszutrocknen und dort einen Dorfladen zu errichten. Diese Info hatte zuvor auch der Gemeinderat enthalten, bevor er einen entsprechenden Beschluss fasste. 

Storks Darstellung erzürnte jedoch einige Thaininger, sie entspreche nicht den Tatsachen. Deshalb hakte der KREISBOTE bei Wolfgang Müller, Pressesprecher im Landratsamt, nach. 

Herr Müller, Wie wird denn im Landratsamt das umstrittene Vorhaben bewertet, den Dorfweiher in Thaining zuzuschütten und auf dem Grundstück einen Dorfweiher zu errichten? 

Müller: „Eine Bewertung durch das Landratsamt hat, nachdem die zur Beurteilung erforderlichen Antragsunterlagen noch nicht vorliegen, nicht stattgefunden. Das Ergebnis des Verfahrens ist offen.“ 

Was haben Sie dem Bürgermeister denn gesagt? Und was den Anwohnern, die den Dorfweiher unbedingt erhalten wollen? 

Müller: „Sowohl dem Bürgermeister als auch den Anwohnern wurde mitgeteilt, dass erst eine genaue Prüfung stattfinden muss.“ 

Wann hat die Gemeinde Thaining denn das wasserrechtliche Verfahren beantragt? 

Müller: „Ein Antrag auf wasserrechtliche Gestattung liegt noch nicht vor.“ 

Was wird für eine wasserrechtliche Erlaubnis im Fall des Dorfweihers alles geprüft? 

Müller: „Das Naturschutzrecht und da insbesondere der Artenschutz. Zudem wasserwirtschaftliche Belange. Näheres dazu weiß aber das zuständige Wasserwirtschaftsamt in Weilheim.“ 

Wie lange wird das Verfahren dauern? 

Müller: „Die Verfahrensdauer bis zur Entscheidung über einen Antrag auf wasserrechtliche Gestattung kann stark variieren. In günstigen Fällen ist mit einer Dauer von zwei Monaten zu rechnen.“ 

Laut Bürgermeister Stork sei man bereit, das Thema noch einmal im Gemeinderat zu beraten.

Johannes Jais/Toni Schwaiger

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