Vom Drama bis zur Mockumentary

Die Programmhefte sind gedruckt und das KurzFilmFestival-Team des Heimatvereins freut sich auf das Publikum (von links): Katalin Fischer, Walli Jacobi-Huber, Vorsitzender Thomas Raff, Stellvertreterin Christine Reichert, Pablo Knote, Nina Munker, Miriam Roettgers, Noah Cohen, Barbara Helmer, Ulrike Keuzter und Robert Egwolf. Foto: Nagl

Druckfrisch liegt das Programmheft zum 5. Dießener Kurzfilmfestival seit Freitag in der Marktgemeinde aus. Erfahrungsgemäß ist das rote Heftchen ebenso schnell vergriffen wie die 300 Karten zum großen Abschlussabend mit Filmparty am Samstag, 10. November, in der Schützenhalle am Augustinerberg.

Monatelang traf sich die Filmjury des Heimatvereins Dießen im Atelier von Noah Cohen, um auf großer Leinwand rund 370 eingegangene Wettbewerbsbeiträge vom Vor- bis zum Abspann anzuschauen. Aus die­­ sem gigantischen Angebot wurden 36 Kurzfilme und neun Dokumentationen für das Festival ausgewählt, die vom 6. bis 9. November in sechs Blöcken, jeweils um 18 und 21 Uhr, in der Schützenhalle gezeigt werden – bis es dann am Samstagabend wieder heißt: „And the winner is…“. Christine Reichert, Gründerin des Festivals, freut sich darüber, dass es in den letzten Jahren innerhalb der ehrenamtlichen Jury nur selten Personalwechsel gab: „Wir sind alle begeisterte Cineasten, denen die Arbeit Spaß macht“, lautet ihr Resümee. Das Ergebnis: Von der Fischkutter-Komödie mit friesischem Charme, bis hin zur beißenden Nazi-Satire oder dem bewegenden Porträt einer querschnittsgelähmten Poetin ist heuer alles dabei, was sich Filmbegeisterte wünschen. Spannend wir es auch im Genre Dokumentarfilm werden: Wie Jury-Mitglied Ulrike Kreuzer beim Pressetermin erklärte, darf man sich nicht nur auf klassische Dokumentationen, sondern auch auf Streifen neuer Machart freuen, die sich der Animation bedienen oder als so genannte „Mockumentary“ daherkommen: „The Centrifuge Brain Projekt“ von Tim Nowak beschäftigt sich zum Beispiel sieben Minuten lang höchst unterhaltsam mit Experimenten zur Erfindung von bizarren Fahrgeschäften, deren Ziel es ist, die Schwerkraft zu überwinden. Als zweite Spielstätte neben der Schützenhalle ist heuer wieder das Ammesee-Gymnasium mit dabei: Die Jugendjury wählte aus 40 Filmen zehn aus. Sie werden am 8. November im Rahmen eines Gala-Abends (20 Uhr) in der Schule zu sehen sein und sollen das Publikum „zum Lachen und Nachdenken“ bringen sollen. Der Publikumsliebling wird dann, wie bei den anderen Filmblöcken auch, beim Abschlussabend in der Schützenhalle nochmals gezeigt. Neben dem zu erwartenden großen Applaus und den Filmfahnen der Glaskünstlerin Gertrud Hahn winken hier gute Preise: Je einmal 1000 und 500 Euro, eine hochwertige Materialspende von Kodak für den besten Dokumentarfilm sowie der Jurypreis. Ein großes Dankeschön gilt seitens der ehrenamtlichen Festivalmacher den zahlreichen regionalen Sponsoren – ohne sie müsste für sämtliche Kinobillets mindestens der dreifache Preis bezahlt werden. Für alle Fälle steht auch der Heimatverein wie schon in den vergangenen Jahren mit einer Hermes-Bürgschaft bereit – pro Festival müssen rund 20000 Euro aufge­bracht werden. Allerdings gehen Christine Reichert und ihr Team davon aus, dass die Bürgschaft nicht in Anspruch genommen werden muss: „Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf das Publikum!“ Weitere Infos und Kartenreservierung auf www.diessener-kurzfilmfestival.de.

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