Weg mit der Dreckschleuder!

Der Winter steht vor der Tür und schon bald werden die kommunalen Räumfahrzeuge benötigt, um die weiße Pracht zur Seite zu schieben. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, nach einem Ersatz für den alten Unimog 421 Ausschau zu halten. Dieser soll allerdings noch einmal durch den TÜV gebracht und verkauft werden, sobald der Ersatz einsatzbereit ist.

Zunächst hatte Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) vorgeschlagen, das Angebot einer Fachfirma aus Pürgen anzunehmen und den Unimog für gut 16441 Euro überholen zu lassen. Dann könnte das Fahrzeug mindestens weitere fünf Jahre eingesetzt werden. Eine Variante, die auf geteilte Begeisterung stieß: Michael Weber (GAL) betonte, dass er für eine Generalüberholung des Unimogs stimmen werde. Mitarbeiter des Bauhofs hätten ihm versichert, dass das Gerät fast das einzige seiner Art sei, das sich zum Schneeräumen in engen Gassen und Wegen eigne. Unter arbeitsphysiologischen Aspekten sei es allerdings eine Zumutung, die Gemeindemitarbeiter bis heute mit dem 25 Jahre alten Unimog arbeiten zu lassen, betonten Horst Schnappinger und Karl Sauter (beide CSU). Selbst wenn hier Verbesserungen möglich wären, bleibe das Fahrzeug dennoch „eine Dreckschleuder“. Deshalb sprachen sich beide für eine Neuanschaffung aus. Ein gebrauchter Unimog mit vergleichbaren Fähigkeiten würde mindestens 35000 Euro kosten. Und ein Neufahrzeug sei erst ab 100000 Euro zu haben, gab der Bürgermeister zu bedenken. Die Ratsmehrheit sprach sich schließlich gegen den von der Pürgener Firma vorgelegten Kostenvorschlag zur Überholung des gemeindlichen Unimogs aus. Nun soll im Finanzausschuss besprochen werden, ob und wie eine Ersatzbeschaffung in ein bis zwei Jahren möglich gemacht werden kann.

Auch interessant

Meistgelesen

40 Mal direkt in die Lehre
40 Mal direkt in die Lehre
Neue Könige der Gesellschaft?
Neue Könige der Gesellschaft?
Eresing zelebriert sein 950-Jähriges
Eresing zelebriert sein 950-Jähriges
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben
Tiefe Einblicke ins Landsberger Klosterleben

Kommentare