"Interessante Mischung"

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Der Percussionist Godwin Schmid, der bereits mehrfach Bundessieger bei „Jugend musiziert“ wurde, konnte sich über die Ehrung freuen.

Landsberg – „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ – jeder kennt den berühmten Ausspruch Karl Valentins. Umso „schöner“, dass junge Leute, die diese Arbeit nicht scheuen und diese mit beträchtlichem Erfolg ausüben, öffentlich gewürdigt werden. So am Freitagabend im Stadttheater bei der Verleihung des Kulturförderpreises des Landkreises Landsberg an drei junge Künstler.

Katharina Ranftl, Jarah Maria Anders, Godwin Schmid: eine Holzbildhauerin, eine Schauspielerin, ein Percussionist – eine interessante Mischung, die Kulturbürgermeister Axel Flörke vorstellen konnte. Katharina Ranftl wurde besonders für ihr Projekt „Montagsfiguren“ ausgezeichnet. In ihrem kleinen Atelier in Schondorf entsteht (unter anderem) jeden Montag eine kleine Holzskulptur, mittlerweile sind es mehr als 160. Jede auf ihre Art einzigartig, jede mit einer eigenen Persönlichkeit, jede erzählt eine Geschichte. 

Musik, Bildhauerei und Schauspiel

Wie Laudatorin Annunciata Foresti betonte, verstehe es Katharina Ranftl, „jeder ihrer Figuren eine Seele einzuhauchen“. Die Figuren werden dann im Schaufenster und auf Ranftls Website inszeniert. „Die aktuelle Figur trifft dann auf andere, die schon dort sind. Dabei entstehen ganz spannende Konstellationen“, erzählt die Bildhauerin, die die Ideen für ihre Skulpturen am liebsten in großen Städten sammelt. 

Hingabe an die Rolle 

Jarah Maria Anders ist der Künstlername von Jarah Schmid, die in Landsberg schon von Auftritten mit der Balletschule Beatrix Klein, der Freien Waldorfschule und der landsberger bühne bekannt ist. Da die Schauspielerin wegen eines Engagements in Aachen am Abend nicht selbst anwesend war, stellte Laudatorin Aiga Mathes ihre ehemalige Schülerin anhand von kleinen Filmausschnitten vor. Jarah schloss im vergangenen Jahr die private Alanus-Schauspielschule bei Bonn mit Diplom ab und ist neben dem Theater auch in kleineren Rollen im Fernsehen zu sehen. „Jarahs Besonderheit ist eine große Hingabe an die Rolle, ohne die eigene Persönlichkeit zu verlieren“, beschreibt es Aiga Mathes, unter deren Regie Jarah die Maria im Oberuferner Weihnachtsspiel der Freien Waldorfschule gespielt hatte. 

Passender Rahmen

Über den dritten, in Landsberg bei vielen Anlässen präsenten Preisträger muss man eigentlich nicht viel sagen: Godwin Schmid, Ausnahme- Percussionist und mehrfacher Bundessieger bei „Jugend musiziert“ (Solo und Ensemble), Mitglied mehrerer namhafter Orchester und Gruppen mit Konzertreisen in Deutschland, Schweiz und Südkorea. Er verlieh der Veranstaltung den passenden musikalischen Rahmen und zeigte mit Darbietungen von Bach bis Keiko Abe die ganze Bandbreite seines Könnens und seine „außergewöhnliche Liebe zur Musik“, wie es sein Laudator, der älteste Bruder Christian, nannte. Er spielte unter anderem eine Bearbeitung für Marimbaphon der Cellosuite in C-Dur von Bach, ein Stück mit 13 Trommeln von Àskel Màsson und Variationen eines japanischen Kinderliedes der „Queen“ des Marimbaphons Keiko Abe, ein Stück gemeinsam mit seinen bewährten Ensemble-Partnern Maria Ruf und Korbinian Fichtl. 

Landrat Thomas Eichinger würdigte die Arbeit der jungen Preisträger und übergab ihnen die Preis-Urkunden – verbunden mit einer Prämie der Sparkasse.

Patricia Eckstein

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