Drei Kandidaten zur Auswahl

Wer das Klinikum Landsberg künftig als Vorstand führen wird, entscheidet sich voraussichtlich am 18. September in der Verwaltungsratssitzung. Foto: Schwaiger

In ohnehin schon schwerer Zeit kam Anfang Juli auch noch der Rückzug des nur sechs Wochen zuvor eingesetzten Vorstandes. Georg Detter (48) hatte von seinem Vorgänger Christoph Maaßen ein Haus übernommen, das rote Zahlen schreibt, und die schwere Bürde einer wirtschaftlichen Neuausrichtung wieder abgegeben – „aus persönlichen Gründen“. Inzwischen ist Landrat Walter Eich­- ner (CSU) guter Dinge, die Nachfolge vielleicht schon am 18. September geregelt zu haben. An diesem Dienstag werden sich drei Vorstands-Bewerber im Verwaltungsrat des Klinikums vorstellen.

Unmittelbar nach der Kündigung Detters hatte Eichner vorgegeben, die Nachfolge in den Folgewochen in Ruhe regeln zu wollen. Dies scheint nun von Erfolg gekrönt zu sein, obgleich es keine neue Ausschreibung gab. „Da hätten wir nur wieder dieselben Bewerbungen erhalten“, erläutert der Landrat, obgleich man diese natürlich nicht grundsätzlich außen vor gelassen habe. Das galt gleichermaßen für Initiativbewerbungen. An zwei aussichtsreiche Kandidaten aber sei man über die Bayerische Krankenhausgesellschaft gekommen, eine Bewerbung komme aus dem Land­kreis Garmisch-Partenkirchen, die andere aus der Oberpfalz. Mehr will Eichner nicht preisgeben. Ein klare Antwort gibt es nur zur jüngst verabschiedeten Geschäftsführerin der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Elisabeth Ulmer: „Sie ist nicht dabei!“ Wenn es um den Weiterbetrieb des Klinikums geht, dann ist es bei Walter Eichner mit der Ruhe gleich vorbei. Fast täglich war er in jüngster Vergangenheit in jenem Haus zugegen, das ihm seit jeher ganz besonders am Herzen liegt. Von 1984 bis 1988 war er Verwaltungsleiter des damals noch städtischen Krankenhauses und von 1993 bis April 2002 Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses. Vertretbarer Rahmen Zusammen mit Monika Neugebauer, Stellvertreterin des Klinikum-Vorstandes, und dem Ärztlichen Direktor Dr. Rainer Füllner galt und gilt es, einen Weg aus der wirtschaftlichen Problemzone zu finden, den dann wohl auch der neue Vorstand mitgehen wird. Der Jahresabschluss 2011 liege zwar noch nicht vor, doch geht Verwaltungsratsvorsitzender Eichner von einem Betriebskosten­- defizit „in vertretbarem Rahmen“ aus: rund 400000 Euro. Schwarze Zahlen seien auch im aktuellen Geschäftsjahr nicht zu erwarten. Der Blick in die Zukunft verdeutlicht die Notwendigkeit einer wirtschaftliche Neuausrich­tung. „Die Gesetzeslage spricht nicht für kommunale Krankenhäuser“, weiß Eichner, da helfen auch steigende Patienten­- zahlen nicht groß weiter. Immerhin, das Klinikum auf der Römerauterrasse verzeichnet diesen Anstieg, das soll auch so bleiben. „Ich möchte, dass sich die Bevölkerung mit ihrem Krankenhaus identifiziert“, so Walter Eichner, wohlwissend, dass man dafür noch einiges auf die Beine stellen und weiterentwickeln müsse.

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