Drei Prozent sind normal

Das kommt ja fast schon einem Fahrverbot für die Kritiker der entschärften Hauptplatzkurve gleich: „Wer be­hauptet, die Kurve sei aufgrund ihrer Außenneigung zu gefährlich, der darf auch den Weilheimer Kreisel nicht befahren.“ Das sagte OB Ingo Lehmann (SPD) vergangene Woche im Bauausschuss.

Auslöser für Lehmanns Abstecher über geneigte Kurven und Kreisverkehre in der Lechstraße war eine Anfrage des als Parteifreier in CSU-Reihen sitzenden Martin Zeiser. Er wollte wissen, ob das mit der Außenneigung der korrigierten Hauptplatzkurve wirklich so gefährlich sei, wie die Kritiker behaupten. Als hätte das Stadtoberhaupt just damit gerechnet, oder war’s gar im Vorfeld besprochen, konnte Lehmann sogleich mit aussagekräftigen Details aufwarten: Eine mit drei Prozent nach außen hängende Kurve sei „verkehrstechnisch normal und unbedenklich“. Allein aus Gründen der Entwässerung komme man um ein Gefälle nicht umhin. In Kreisverkehren sei das nicht anders, maximal sechs Prozent seien zulässig. Trotzdem werde da noch deutlich schneller gefahren als um die künftige Hauptplatzkurve. Wie aus der Pistole geschossen folgten die Daten lechstädtischer Kreisverkehre: Weilhei­- mer Kreisel 3,5 Prozent Außenneigung, Spöttinger Kreisel 2,5 Prozent, Waldorfkreisel 3,0 Prozent und A96-Kreisel 3,7. Dass die nach dem Fehler im Wettbewerbsentwurf 2 neu aufgelegte Kurve funktioniert, präsentierte die Stadt am Montag vergangener Woche erneut in einem Praxistest in der Lechrainkaserne – dieses Mal öffentlich. Erfolgreich war’s, selbst der Begegnungsverkehr von Bussen war ohne größere Probleme möglich. Sollten die Lechstädter eine Wiederholung dieser Aktion wünschen, so könnte das organisiert werden, sagt Stadtbaumeisterin Annegret Michler. Derzeit überlege man in der Bauverwaltung, ob und wie die der geplante Kurvenverlauf vor Ort dargestellt werden könne. Fertig ist inzwischen die Muster­bepflasterung vor Foto Porst. Sie wurde am Montag offiziell für den Fußgängerverkehr freigegeben. Weiterhin, so Stadtbaumeisterin Michler, seien die Info-Stehlen an der Einmündung in die Fußgängerzone Ludwigstraße aktualisiert worden. Der nächste bedeutende Termin steht am 14. Dezember an: Unter der Moderation von Prof. Joachim Vossen werden die Bürgergruppen ihre Anregungen an Architekt Axel Lohrer übergeben.

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