Stadtrat Landsberg

Dreifaltigkeitsfriedhof: Mehr Fokus aufs Denkmal

Grab Dreifaltigkeitsfriedhof Landsberg
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Jedes Grab auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof, das den roten Aufkleber trägt, ist einsturzgefährdet und muss saniert werden.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
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Landsberg – Die Vorgänge auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof haben Stadtrat Axel Flörke (Landsberger Mitte) zu einem eindringlichen Aufruf an Landsberg Stadtspitze und Verwaltung veranlasst, den Denkmalschutz wieder stärker in den Blick zu nehmen. „Mir kommt es in letzter Zeit oft so vor, dass das Thema in den Augen des neuen Stadtrats in den Hintergrund getreten ist“, sagte Flörke in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.

Zuvor hatten sich die Ausschussmitglieder zu einem Ortstermin auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof getroffen. Dort sind versehentlich Einfassungen denkmalgeschützter Gräber entfernt worden (der KREISBOTE berichtete), was bei einigen Bürgern für großen Ärger gesorgt hatte. Inzwischen hat sich die Stadt mehrfach entschuldigt. Auch Bürgermeister Moritz Hartmann (Grüne), der die erkrankte OBin Doris Baumgartl (UBV) vertrat, drückte noch einmal sein Bedauern aus. „Es tut uns absolut leid, dass so ein Fehler passiert ist. So etwas muss in Zukunft verhindert werden.“ Flörke wollte wissen, wie nun weiter mit dem Dreifaltigkeitsfriedhof verfahren werden soll. Dieser sei ein Spiegelbild der Landsberger Geschichte – bestattet seien dort unter anderem Kommerzienrat Johann Winklhofer und Mitglieder der Familie Herkomer.

Katja Kaus, im Rathaus für den Denkmalschutz zuständig, berichtete von geplanten Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an all jenen Gräbern, die laut einer Bestandserfassung von 2020 als gefährdet eingestuft wurden. „Wir sind in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und wollen Restauratoren suchen, die die Maßnahmen umsetzen können“, so Kaus.

Flörke forderte, dass insgesamt sensibler mit dem Denkmalschutz umgegangen wird. Die Stadt habe aus ihrer mittelalterlichen Geschichte „Denkmäler vom Feinsten“, die es zu schützen gelte. Moritz Hartmann räumte ein, dass der zu einem Drittel mit neuen Gesichtern besetzte Stadtrat womöglich „vieles noch nicht gesehen“ habe – zumal die Stadtratsarbeit durch zwei Jahre Corona erschwert wurde. Flörke will in diesem Zusammenhang weitere Ortstermine beantragen.

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