Baustelle mit gutem Geist

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Die Schüler hatten das Wort und so führten Jan Schwegle, Miriam Bartsch, Sebastian Leiß und Svenja Dähn (von links) originell durch den Festakt zum Abschluss der Generalsanierung des Landsberger Schulzentrums.

Landsberg – Lernen auf der Baustelle – oder umgekehrt: arbeiten während des normalen Schulbetriebs. Diese Herausforderung hat in den vergangenen drei Jahren den Alltag am Dominikus-Zimmermann-Gymnasium (DZG) und der Johann-Winklhofer-Realschule (JWR) bestimmt.

Am Freitag wurde die rund 15,3 Millionen Euro teure Generalsanierung des Schulzentrums mit einem großen Festakt abgeschlossen. Zu den Abschlussfeierlichkeiten hatten nicht etwa die Lehrer das Wort: Charmant und unterhaltsam führten Miriam Bartsch, Jan Schwegle (DZG) sowie Svenja Dähn und Sebastian Leiß (JWR) durch die Veranstaltung. Keine Reden sollte es geben – die Schulleiter, Landrat Walter Eichner, der Architekt und einige Schüler sollten in einer unterhaltsamen Gesprächsrunde zu Wort kommen.

Laut Schulleiter Bruno Bayer (DZG) habe auf der Baustelle immer ein guter Geist geherrscht. „Eine Generalsanie­- rung, parallel zu laufendem Schulbetrieb – das ist immer eine Herausforderung.“ Abschnittsweise habe man sehr eng zusammenrücken müssen, doch der gute Geist sei auch dann immer noch vorhanden gewesen. „In Bezug auf Baulärm gab es zum Beispiel klare Absprachen, damit es bei Klausuren oder Prüfungen ruhig ist“, erzählte Schülervertreter Benedikt Weisensee. „Dieses respekt- und rücksichtsvolle Miteinander war ein Markenzeichen der Baustelle – das bleibt in Erinnerung“, meinte Bayer. Auch für Architekt Hans Hübner sei es eine ganz besondere Sanierung gewesen, da es sich um zwei Schulen handle.

„Sie haben es überstanden“, meinte Festredner Christoph Hillenbrand, Regierungspräsident von Oberbayern. Die Generalsanierung am Schulzen­- trum habe einen Vorbildcharakter, nicht nur bezüglich der architektonischen Qualität, son­- dern auch wegen der Barrierefreiheit. Außerdem sei auch die umfangreiche energetische Sanierung ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende. Die Schüler freuen sich vor allem über die neuen und frischen Klassenzimmer sowie modernste technische Ausstattung. „Medienkompetenz ist an unseren Schulen jetzt ein Unterrichtsprinzip“, sagte Schulleiterin Angela Hager-Krug (JWR).

„Der Landkreis geht konsequent den Weg der Bildung weiter“, lobte Hillenbrand. Hager-Krug und Bayer bedankten sich für die Unterstützung durch die Kreisräte, die die Sanierung beschlossen hatten, doch Landrat Walter Eichner betonte: „Wir sind mit unseren Hausaufgaben noch lange nicht fertig.“

Janina Bauch

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