Im dritten Anlauf

Zählte mit 18 Punkten neben den Topscorern Xaver Egger und Miga Migala zu den Leistungsträgern gegen München Basket: Michael Teichner (rechts). Foto: Meyer

Wer wissen wollte, wie es um die Gemütslage von HSB-Trainer Roman Gese bestellt war, dem genügte am Sonntag ein kurzer Blick. Kaum einmal hielt es den Coach während der 40-minütigen Partie der Seinen gegen München Basket ruhig auf der Bank. Die meiste Zeit lief Gese stattdessen an der Seitenlinie auf und ab, schrie seinen Spielern Anweisungen zu und sah manchmal so aus, als würde er sich am liebsten selbst das blaue Trikot überziehen. Erst in den letzten zwei Minuten wurde der Trainer ruhiger, denn da ereilte auch ihn die erleichternde Gewissheit: Der erste Saisonsieg ist vollbracht.

82:71 lautete der Endstand einer Partie, in der lange Zeit völlig offen gewesen war, wer am Ende den Sieg davontragen würde. Obwohl die Münchner bereits am Vortag gegen Landshut gespielt und erst nach einer kräftezehrenden Verlängerung verloren hatten, hielten die Gastgeber von Beginn an überraschend gut mit. Sie profitierten dabei allerdings von vielen unnötigen Fehlern in der Landsberger Defensive, die dem Gegner oft leichte Punkte ermöglichte. Erst im zweiten Viertel kamen die Gäste, bei denen Marco Geidosch wegen einer Mandelinfektion fehlte, besser in Schwung, dennoch mussten die Landsberger mit einem Drei-Punkte-Rückstand in die Halbzeit. Die entscheidende Phase folgte schließlich nach der Pause. Angetrieben von Xaver Egger und Miga Migala, die mit je 28 Punkten die besten Werfer der HSB an diesem Nachmittag waren, vergrößerten die Gäste Punkt um Punkt den Vorsprung gegen eine nun sichtlich von der Belastung zweier Spiele gezeichneten Münchner Mannschaft. Zwar versuchten die Gastgeber im letzten Viertel den mittlerweile auf zehn Punkte angewachsenen Rückstand noch einmal zu verkürzen, doch die Landsberger ließen sich den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. „Das war verdammt wichtig“, zeigte sich Gese nach der Partie erleichtert ob des ersten Erfolgs für sein Team. In der Tabelle stehen die Landsberger nach zwei Niederlagen und einem Sieg nun auf Platz fünf. Am Sonntag können die Lechstädter den Rückstand auf Tabellenführer Landshut weiter verkürzen, wenn der SV Germering im Sportzentrum (Spielbeginn 17 Uhr) gastiert. Der Lokalrivale ist nach zwei Niederlagen das Schlusslicht der 2. Regionalliga Süd. Ob es für Gese deswegen ein entspannterer Arbeitstag an der Seitenlinie wird, bleibt abzuwarten.

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