Düstere Aussichten

Gegen Selb schon nach wenigen Minuten ausgewechselt: EVL-Keeper Rotislav Kosarek wird seiner Mannschaft wegen einer ausgekugelten Schulter mehrere Wochen fehlen. Foto: Krivec

Es waren durchaus aufsteigende Tendenzen, die der EV Landsberg in den vergangenen Wochen gezeigt hatte und die bei den Fans wieder die Hoffnung auf einen Play-off-Platz weckten. Doch nach den Erfolgen gegen Riessersee und Selb, machte sich in der vergangenen Woche wieder Ernüchterung beim Tabellenletzten der Oberliga breit. Sowohl am Donnerstag gegen Füssen (4:8) als auch am Sonntag im Rückspiel gegen Selb (3:5) setzte es Niederlagen für die Mannschaft von Trainer Dave Rich.

Dabei begannen die Landsberger das Spiel gegen Füssen gleich stark mit einigen guten Torchancen. Den Führungstreffer aber erzielten die Gäste in der 10. Minute und brachten damit den EVL ins Schleudern. Just in dem Moment, als man wieder ins Spiel fand, markierte Füssen zwölf Sekunden vor der Pause den Drittelstand. Auch das zweite Drittel brachte ähnliche Ergebnisse. Landsberg hatte die Chancen, Füssen macht die Tore. So stand in der 29. Minute bereits das 0:4 an der Anzeigetafel – die Vorentscheidung. Dennoch gaben die Spieler des EV Landsberg nicht auf. Eine Überzahlsituation in der 33. Minute nutzte dann Michel Maaßen auf Zuspiel von Bacek und Hemmerich zum 1:4 für den EVL. In der 38. Minute war es dann aber wieder der EV Füssen, der auf 1:5 erhöhte. Aber nur einen Augenblick später schnappte sich Nick Anderson auf Zuspiel von Barz und Hemmerich den Puck und netzte hinter Irrgang zum 2:5 ein. Der Schlagabtausch ging auch im Schlussdrittel weiter. Landsberg hatte einmalige Einschussmöglichkeiten, scheiterte aber jedesmal an der eigenen Courage oder am gegnerischen Torhüter. Füssen erhöhte hingegen durch Treffer von Naumann und Golts auf 2:7. Aber auch dadurch ließ sich die Mannschaft von Dave Rich nicht aus der Fassung bringen. Mit einem Doppelschlag in der 51. Minute schlossen die Landsberger durch Treffer von Nick Anderson und Igor Bacek zum 4:7 auf – sehr zur Freude der immerhin 722 Zuschauer, die den Weg in den Hungerbachdome gefunden hatten. Aber die Zeit und die Kräfte schwanden und so musste sich der EV Landsberg nach einem weiteren Treffer von Nadeau mit 4:8 geschlagen geben. Besser machen wollte es der Tabellenletzte am Sonntag bei den Selber Wölfen, doch anders als eine Woche zuvor, als man Selb deutlich mit 7:3 bezwang, fanden die Landsberger diesmal nie recht ins Spiel. So gestaltete sich bereits der Start der Partie nicht gut für den EV Landsberg. Bereits nach fünf Minuten stürzte der Landsberger Torhüter Rotislav Kosarek und musste das Eis mit einer Schulterverletzung verlassen. Die Selber Wölfen erzielten durch Dennis Thielsch den Führungstreffer zum 1:0 in der neunten Minute. Zwar hatten beide Teams noch Möglichkeiten durch Überzahlsituationen, aber am Spielstand änderte sich im ersten Drittel nichts mehr. Im zweiten Durchgang kam der EVL schließlich überraschend zum Ausgleich, als Igor Bacek auf Zuspiel von Hemmerich und Michl mit einem Shorthander zum 1:1 einnetzte. Es blieb das einzige Tor im zweiten Drittel. Die Entscheidung sollte daher in den letzten 20 Spielminuten fallen. Viereinhalb Minuten waren gespielt, als Selb durch Martin Sekera wieder in Führung ging und sieben Minuten später diese sogar auf 3:1 ausbaute. Geschockt musste Dave Rich mitansehen, wie sein Team wenig später auch noch das 4:1 kassierte. Was wie die Vorentscheidung aussah, leitete jedoch eine spannende Schlussphase ein, denn der EVL gab nicht auf. Die Uhr zeigte noch knapp drei Minuten Restspielzeit an, als Michel Maaßen in Überzahl Nick Anderson bediente und der zum 4:2 ins gegnerische Tor traf. Die Spannung in Selb kletterte wenig später auf ihren Höhepunkt, als Alexander Thiel zum Schrecken von Selb und unter dem Jubel der mitgereisten Landsberger Fans der Anschlusstreffer für den EVL gelang. Aber die Freude währte nur kurz. Dave Rich nahm seinen Goalie zu Gunsten eines weiteren Feldspieler vom Eis, woraufhin Selbs Martin Sekera ins leere Tor traf und den 5:3-Endstand markierte. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich der Landsberger Trainer nach dem Spiel, zumal Rich wohl länger auf zwei seiner Spieler verzichten muss: „Kosarek fällt mit seiner Schulterverletzung sicher zwei bis drei Wochen aus, Dominik Kerber hat sich im Mitteldrittel das Nasenbein gebrochen und Köllner war krank. Ich habe nur mit elf oder zwölf Spielern gespielt. Das ist halt zu wenig, die Kräfte machen das nicht mit.“ Der Ausfall der Stammkräfte ist doppelt bitter, steht der EVL doch vor einer harten Woche. Bereits am gestrigen Dienstag ging es für den Tabellenletzten zum Auswärtsspiel nach Regensburg (bei Reaktionsschluss nicht beendet), ehe man am Freitag beim Tabellenführer in Bad Tölz zu Gast ist.

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