Meisterstück am See

Stolze 58 Meter: neuer Rettungssteg für die Echinger Wasserwacht

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Vorsitzender Tobias Lettmair ist zufrieden: Der in die Jahre gekommene Rettungssteg der Echinger Wasserwacht wird bald durch einen neuen und längeren Steg ersetzt.

Eching – Hunderte von Badegästen bevölkern an schönen Sommertagen das Erholungsgelände in Eching am Ammersee. Ohne Eintritt kann jedermann/frau das großzügige Naturbad vor dem Pavillion mit Terrasse und Garten genießen. Für die benachbarte Wasserwacht heißt das aber auch erhöhte Aufmerksamkeit.

Der Rettungssteg der Wasser­wacht in der Echinger Bucht ist in die Jahre gekommen und außerdem wegen der zunehmenden Verlandung des Sees nicht mehr up to date. Also planten die ehrenamtlichen Wasserwachtler mit ihrem Vorsitzenden Tobias Lettmair einen kompletten Neubau mit Verlängerung und reichten den Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung bei Bürgermeister Siegfried Luge ein. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Plan vorgestellt und ohne Gegenstimmen abgenickt. Jetzt hat das Landratsamt das letzte Wort, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.

Insgesamt soll der neue Rettungssteg 58 Meter lang werden. Das heißt sieben Meter länger als aktuell in den See hinein und landseitig 13 Meter direkt bis zum Bootshaus. Damit wird der Steg genauso lang wie die direkt daneben liegende Slipan­lage für das Rettungsboot. So soll unter anderem auch verhindert werden, dass sich Bade­gäste hier aufhalten und an den Metallschienen verletzen können. Im Übrigen wird der Bereich südlich von Bootshaus und Wasserwachthütte künftig frei bleiben, damit im Ernstfall Rettungsfahrzeuge direkt vorfahren können.

Rund 30.000 Euro wird der neue Steg kosten, wovon die Gemeinde Eching 6.000 Euro übernimmt. Die Grundarbeiten führt die auf Stegbau spezialisierte Zimmerei Papperger aus Utting aus. Geschätzte 200 Arbeitsstunden wollen die Echinger Wasserwachtsmitglieder danach selbst ehrenamtlich beisteuern. Natürlich unter fachkundiger Anleitung ihres Vorsitzenden Tobias Lettmair, der von Beruf Zimmerer ist. Vor zwei Jahren schloss dieser seine Ausbildung als Innungssieger ab und beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks wurde er für seinen 2. Platz von der Handwerkskammer für München und Oberbayern ausgezeichnet. Der neue Rettungssteg in Eching könnte also sein „inoffizielles Meisterstück“ werden – besser geht‘s nicht.

Dieter Roettig

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