Ein echter Hunderter-Abiturjahrgang

Hundertmal und bei jedem Einzelnen war es schön: Am Dominikus-Zimmermann-Gymnasium haben am Freitag 100 junge Erwachsene ihre Abiturzeugnisse von einem vor Freude strahlendem Schulleiter Bruno Bayer, den Oberstufenbetreuern Walter Kastenmeyer und Hans Happe sowie von Eva Rosenkranz vom Elternbeirat überreicht bekommen.

Stolz kann Oberstudiendirektor Bayer auch darauf sein, dass zudem 20 seiner Schüler mit einer Eins vor dem Komma abgeschlossen haben. „Bildung verpflichtet auch“, gab er den Absolventen dieses Jahrganges mit auf den Weg. „Ihr steht in besonderer Verantwortung für die Gesellschaft: Unterstützt die Schwächeren und versucht, nicht nur erfolgreich zu sein, sondern strebt auch danach, wertvolle Menschen zu sein!“ Groß war nicht nur die Anzahl der erfolgreichen Gymnasiasten – 100 sind zur Prüfung angetreten und 100 haben bestanden – sondern auch die Kulisse bei der Zeugnisübergabe. Schließlich wollten Eltern und oft auch Großeltern teilhaben an diesem besonderen Tag im Leben des Nachwuchses. „Freuen auch sie sich heute unbeschwert über den Erfolg ihres Sohnes oder ihrer Tochter!“, hatte Bayer sie bestärkt. Und diese vergaßen ihre Familien im Hintergrund nicht: Die Schülervertreter, Michael Schmid und Patrick Schelle, dankten mit Plakaten: „I love MUM“ und „Papi“ natürlich auch. Dank gab es von Schülerseite zudem an ihre Lehrer. Ein bisschen Kritik musste sich die Schulleitung aber auch gefallen lassen: Denn wie Schmid und Schelle meinten, fehle der Praxisbezug in ihrer Schullaufbahn am Gymnasium. Als simples Beispiel nannten sie das Zehn-Finger-Schreiben. Mit dem Satz „Wir jammern aber auf hohem Niveau“ schwächten sie die kritische Anmerkung aber wieder ab. Ihre Schulzeit behielten sie in positiver Erinnerung, stellten sie klar und blickten schon voraus, dass man sich in ein paar Jahren wiedertreffen wolle, um Erinnerungen auszutauschen. Ihren Nachfolgern erklärten Schmid und Schelle erst, „Macht euch keine Sorgen wegen dem ominösen Abi!“, um dann zu witzeln, „Ach, nee, ihr seid ja G8.“ Dass es ohne Unterstützung nicht geht, wusste auch Walter Kastenmeyer, der als Kollegstufenbetreuer die 13. Klasse auf ihrer letzten Schuletappe begleitet hatte. Den Weg zum Abitur verglich er dabei mit einer Bergtour, die eine materialintensive Strecke sei. Motivation („Kuchen“) helfe da. Nun, oben angekommen, erhielten die Seilschaften ihren Gipfel-Stempel oder ihr Abiturzeugnis. Kastenmeyer sagte, „vielen Dank dafür, dass ich euer Vertrauen hatte!“ und bekam dafür viel Beifall. Mit einem kleinen, roten Seil gab er den scheidenden Gymnasiasten eine symbolische Sicherung auf ihrem künftigen Weg mit. „Das Seil steht dafür, dass Menschen Halt und Rückbindung brauchen“, so der Oberstufenkoordinator. Vom Elternbeirat sprach Eva Rosenkranz und sie hob die besondere „Zwischenzeit“ vor dem Studium oder Beruf hervor, in der die jungen Erwachsenen nun mit dem Ende der Schule eintreten würden „Diese Zeit hat einen Zauber, sie verbreitet eine neue Abenteuerlust.“ Es sei „eine kostbare Zeit des Möglichen“. Rosenkranz appellierte an die hundert Mädchen und Jungen: „Lassen sie sich nicht vorschreiben, wie lange diese Phase dauert!“ Das Zauberwort sei zu finden, das das Leben bestimme, meinte sie. „Fragen sie sich, wer bin ich und wer will ich sein!“, forderte sie auf, sich persönlich zu entwickeln. Wie die frischgebackenen Abiturienten Patrick Schelle und Michael Schmid mitteilten, sei das Feiern schon in den Tagen vor der Zeugnisausgabe geprobt worden – später, am Freitagabend, hieß es aber noch einmal in großer Runde den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife würdigen.

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