Edeka ist faktisch schon durch – Landsberger Stadtrat votiert mit großer Mehrheit für Bebauungsplan im Frauenwald

Die Ansiedlung des Edeka-Logistikzentrums ist planungsrechtlich so viel wie in trockenen Tüchern. Ge­gen die Stimmen der Grünen und der ödp hat der Stadtrat am Mittwoch den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gewerbe- und Industriepark Frauenwald IV“ gefasst und sich zugleich für die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes ausgesprochen.

Wie mehrfach im KREISBO­TEN berichtet möchte Edeka auf einem 18,6 Hektar großen Areal im Frauenwald ein Logistikzentrum errichtet – südlich von Klausner auf der größtenteils schon gerodeten Fläche. Bis zu 31 Meter hoch soll das Gebäude werden, wobei es im Süden, also entlang der Iglinger Straße, laut Bebauungsplan von einem mindestens 50 Meter breiten Waldsaum geschützt sein muss. Die verkehrstechnische Anbindung des riesigen Logistik­kolosses erfolgt im Süden über die Iglinger Straße und die Verbingungsspange zur A96-Anschlussstelle Landsberg-West und im Norden direkt an den B17neu-Anschluss bei Igling. Die vom Stadtrat beschlossene Änderung des Flächennutzungsplanes muss die Regierung von Oberbayern noch ge­- nehmigen, dann wird der Bebauungsplan via Bekanntmachung rechtswirksam. OB Ingo Lehmann geht davon aus, dass dies spätestens im Februar der Fall sein wird. Letztlich muss das Baugebiet für ein Logistik­zentrum noch europaweit ausgeschrieben werden. Der OB dazu: „Es würde mich schon sehr überraschen, wenn sich da was anderes ergeben würde.“ Die Edeka-Ansiedlung sei faktisch schon durch. Bevor allerdings die Bagger anrollen müssen im Frühjahr noch Ameisenkolonien umgesiedelt werden.

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