Edeka oder nur Klärschlamm? – Alternativplanung für bessere Auslastung des Kauferinger Heizkraftwerkes

Entgegen aller Unkenrufe hat Bürgermeister Dr. Klaus Bühler jüngst bei einem Treffen der UBV Landsberg betont, dass die Nähe des Biomassekraftwerkes nicht von ausschlaggebender Bedeutung in der Debatte um die Edeka-Ansiedlung sei. Der Wärmeüberschuss im Sommer könne etwa auch zur Trocknung von Klärschlamm verwendet werden. Die entsprechenden Planungsvorschläge lägen bereits in der Schublade, heißt es wörtlich in einer Presseerklärung der UBV.

Diese Alternative zur besseren Auslastung des gemeindeeigenen Heizkraftwerkes zu untersuchen haben Alex Glaser, Hans-Jörg Pilz und Gabi Triebel für die Grünen Kauferings bereits Ende November beantragt. Ihrer Ansicht nach sollte das Ergebnis dieser Untersuchung noch vor der anstehenden Edeka-Entscheidung präsentiert werden. Ob das am 14. Januar denn auch der Fall sein wird, ist im Moment offen. An diesem Mittwoch soll der Marktgemeinderat nach den Plänen des Bürgermeisters zunächst einen Grundsatzbeschluss zur Ansiedlung des Edeka-Logistikzentrums fassen. Unmittelbar danach möchte Bühler (UBV) ein Ratsbegehren herbeiführen, das, ein positives Votum vorausgesetzt, in den Bürgerentscheid am 15. März münden könnte. Bis dahin, so Bühlers Wunsch, sollte sich der Landsberger Stadtrat zurückhalten. Er solle nicht nur die Entscheidung der Gemeinderatsmitglieder, sondern auch das „zutiefst demokratische Wahlergebnis aller Kauferinger Bürger“ bewerten. Wie im KREISBOTEN berichtet, hat Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) für 21. Januar eine Sondersitzung des Stadtrates anberaumt. Dabei wird es einzig und allein um die mögliche Edeka-Logistikzentrale zwischen den beiden Kommunen gehen – inklusive Grundsatzbeschlussfassung. Derweil wirbt Bürgermeister Dr. Bühler weiter für das Großprojekt, das zu zwei Drittel auf Kauferinger und einem Drittel auf Landsberger Flur stünde. Er wirbt unter anderem vor dem Hintergrund neuer Arbeitsplätze, wirtschaftlicher Rezession, der zu erwartenden Ein- nahmen aus Flächenverkauf und Gewerbesteuer und der Folgearbeitsplätze für in der Nähe angesiedelte Handwerksbetriebe.

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