Edeka Zentrallager

Frische Ware für 270 Einzelhandelsgeschäfte

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In den Bau des neuen Zentrallagers Landsberg (Foto) im Frauenwald hat Edeka Südbayern insgesamt 129 Millionen Euro investiert. Heute hat der Großhändler den Teilbetrieb aufgenommen.

Landsberg – Das neue Zentrallager der Edeka Südbayern in Landsberg hat heute den Teilbetrieb aufgenommen. Ab sofort wickelt der Großhändler vom neuen Standort im Frauenwald aus das komplette Frischesortiment für den Raum München, Schwaben und das Allgäu ab.

Rund 270 Einzelhandelsgeschäfte werden laut Pressesprecher Alexander Hippach bereits heute aus dem Frischwarenlager mit rund 1700 verschiedenen Artikeln, wie zum Beispiel Molkereiprodukten, und rund 650 verschiedenen Obst- und Gemüseartikeln versorgt. Das wesentlich größere Trockensortimentslager, mit Platz für bis zu 18000 Artikel und größtenteils vollautomatisiert, befinde sich derweil noch in der Testphase und solle bis Mitte des Jahres in Betrieb genommen werden. Hippach: „Bis zum Jahresende werden im neuen Trockensortiments-Zentrallager rund 12000 verschiedene Artikel gelagert und kommissioniert, mehr als 200000 Kolli, sprich Packstücke, können im Volllastbetrieb täglich depalletiert und kommissioniert werden.“

Mit der Umstellung des Trockensortiments im Jahresverlauf wird die Logistikstruktur der Edeka Südbayern weiter optimiert. „So haben die Einzelhandelsmärkte dadurch zukünftig die Möglichkeit, noch mehr Warensortimente über ihre Großhandlung zu beziehen“, erläutert der Pressesprecher. Auch die Pack- und Kommissionierqualität werde nochmal verbessert.

120 Millionen Euro

„Wir freuen uns, dass wir das Bauvorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 129 Millionen Euro so zügig und geräuschlos realisieren konnten“, sagt Hans-Georg Maier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Edeka Südbayern. Auf 20 Hektar Grund entstand südlich des Großsägewerkes Ilim Timber im Gewerbegebiet Frauenwald innerhalb der vergangenen zweieinhalb Jahre ein 53000 Quadratmeter großer, bis zu 34 Meter hoher Neubau. Während der Bauphase waren 45 verschiedene Baufirmen und bis zu 400 Personen mit den Arbeiten befasst. „Bei den Ausschreibungen haben wir besonders darauf geachtet, dass wir Firmen direkt aus der Region beauftragen konnten“, so Maier weiter.

Bis auf wenige, witterungskritische Arbeiten an den Außenanlagen sei das Bauvorhaben nun abgeschlossen. Neben einem Hochregallager inklusive vollautomatischer Kommissionierungstechnik und einer eigenen Wärmeerzeugungsanlage verfügt das Zentrallager in der Franz-Kollmann-Straße über eine Photovoltaikanlage. Die knapp 10000 Module auf 26500 Quadratmeter Dachfläche haben eine Leistungsfähigkeit von rund 2,4 Mega Watt.

Lager geräumt

Nach einem Probelauf für das Frischesortiment Anfang des Jahres seien an zwei Wochenenden die Lager in Penzberg und Betzigau im Bereich Frische geräumt und die Waren nach Landsberg überführt worden. Von hier komme auch der Großteil der aktuell 120 Mitarbeiter. „Selbstverständlich haben wir allen unseren Mitarbei­- tern ein Angebot gemacht, mit uns nach Landsberg zu wechseln“, betont Maier. „So organisieren wir zum Beispiel einen täglichen Shuttle-Service, um ins neue Zentrallager zu pendeln.“ Zukünftig werde Edeka in Landsberg 400 Personen beschäftigen, viele davon aus den Lagern Penzberg und Betzigau. Maier: „Diese beiden Standorte werden geschlossen und veräußert.“

Neben den bestehenden Lagerstandorten in Trostberg, Straubing und Gaimersheim wird Landsberg zukünftig einer der vier großen Warenumschlagplätze von Edeka Südbayern sein. Je nach Bedarf werden Waren im so genannten Huckepackverfahren zwischen den einzelnen Lager­- standorten ausgetauscht, bevor sie an die angeschlossenen Märkte ausgeliefert werden und so Leerfahrten vermieden.

Zwischen den drei Lagerstandorten würden auch Lang-LKWs, als Teil des Feldversuchs in Zusammenarbeit mit dem Bundesverkehrsministerium, eingesetzt. „Unabhängig davon“, so Pressesprecher Hippach, „sind alle Fahrer angehalten, die Autobahnausfahrt Landsberg-West zu nutzen, um den kürzesten Weg in die Franz-Kollmann-Straße im Gewerbegebiet Frauenwald zu wählen.“

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