Ego-Spiel rächte sich – HSB Landsberg verliert

Manchmal gibt es Spiele, in denen nichts so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat. So eine Begegnung ist die Partie am Samstag gegen die Oberpfälzer in Weiden gewesen. Am Ende hieß es 93:111 für die HSB Landsberg. Die Lechtäler hatten nicht nur ihr Zusammenspiel, eigentlich eine ihrer Stärken, sträflich vernachlässigt, auch die Foulbelastung war viel zu schnell viel zu hoch und schließlich waren wohl auch die Schiedsrichter ihrem Neutralitätsgebot nicht gewachsen.

Von Anfang an war Landsberg mit der Aufholjagd beschäftigt. Zwar waren es nach dem ersten Viertel nur fünf Punkte und zur Halbzeit sogar nur noch vier Punkte (57:53) Vorsprung für Weiden. Aber es schien von Anfang an der „Wurm drin“ zu sein. Drei Minuten Spielzeit waren um, als Dre Thornton sein drittes Foul kassierte. Das wirkte sich dann in erste Linie auf das Rebound-Verhalten des Spielers aus. Er greift nicht mehr konsequent genug an und durch. So mussten Thornton, Robert Apelt und Fabian Kirchhoff bereits im letzten Viertel und somit frühzeitig mit fünf Fouls das Spielfeld verlassen. Ein Moment, wo sich auch das Fehlen von Kapitän Michael Teichner schmerzlich auswirkte. Wenig Zusammenspiel Die Mannschaftsleistung generell, das Zusammenspiel, ließ außerdem zu wünschen übrig. Beide Amerikaner fühlten sich offensichtlich aufgefordert, zu zeigen, wozu sie in der Lage sind. Vor allem Jason Boucher, wollte sich bei den Ex-Mannschaftskameraden aus Weiden beweisen. Leider ist egoistisches Spiel beim Basketball meistens uneffektiv. Das eigene Team bekommt keine Pässe und der Gegner lässt den Mann gerne extra decken. Vielleicht hätte es hier eines konsequenteren Eingreifens von der Bank bedurft. Ein leidiges Kapitel in diesem Spiel war die Schiedsrichterleistung. Offensichtliche Fehler wurden der einen Seite gepfiffen, der anderen nicht. So schlugen am Ende 26 Fouls bei Landsberg und 12 bei Weiden zu Buche. Und wenn dann ein Dre Thornton einen extrem schlechten Freiwurfquoten-Tag erwischt, dann fehlen bei der Schlussabrechnung eben die Punkte. Vielleicht, so Manager Jürgen Flessner, war es aber auch ein Kopf-Problem. Man habe einerseits das Spiel gegen die Oberpfälzer zu leicht genommen, sei zu unkonzentriert in die Partie gegangen. Würzburg wartet Andererseits wirft das kommende Spiel gegen den Tabellenführer Würzburg aber bereits seine Schatten voraus. Quasi als ein „Vorspiel für kommende Ereignisse“ sei das Match gegen Weiden (miss)verstanden worden. Dabei wird aber nicht die Begegnung am nächsten Samstag die wichtigere sein, sondern die Bilanz gegen die dann noch ausstehenden Spiele um die Plätze zwei bis sechs. Denn solch eine Partie zu verlieren kann gleich mehrere Tabellenplätze kosten. Somit ist der negative Spielausgang gegen Weiden eigentlich die größere Niederlage.

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