Tierhändler verhaftet

Das illegale Geschäft mit Welpen blüht

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Drei Rottweiler- (Foto) und einen American Akita-Welpen wollte eine Ehepaar aus Ungarn am Freitag auf einem Parkplatz in Landsberg an den Mann bringen.

Landsberg – Der illegale Handel mit Hundewelpen blüht und hat jetzt auch den Landkreis Landsberg erreicht. Meist bleiben diese Geschäfte mit der Ware Tier im Verborgenen, doch am Freitag verbuchte die Polizei einen Erfolg. Auf einem Geschäftsparkplatz in der Lechstadt nahm sie ein ungarisches Ehepaar fest, das auf Bestellung Welpen verkaufen wollte.

In ihrem Fahrzeug hatte das Paar, 56 und 51 Jahr alt, vier etwa sechs bis achte Wochen alte Hundewelpen. „Sie befanden sich in einem sehr schlechten Zustand“, sagt Polizeisprecher Franz Kreuzer. Die drei Rottweiler und der „American Akita“ seien „viel zu jung“, um sie abzugeben, außerdem seien sie weder geimpft noch entwurmt gewesen. Auch der Transport in schlichten Kunststoffboxen widerspreche den gesetzlichen Bestimmungen.

Auf die Spur gekommen war dem illegalen Handel ein Internetnutzer, der zum Schein auf einen Kauf eingegangen sei und das Treffen in Landsberg online verabredet hatte, berichtet Kreuzer weiter. Ein Welpe sollte für 500 Euro verkauft werden. Anschließend verständige der an­gebliche „Kaufinteressent“ den Tierschutzverein „Vier Pfoten“ mit Sitz in Hamburg über den dann die Polizeiinspektion Landsberg informiert wurde.

In Landsberg wurde das Treffen am vergangenen Freitag beobachtet und die beiden „Händler“ um 17.45 Uhr festgenommen. Die vier Welpen wurden sichergestellt, zunächst von einem Tierarzt untersucht und dann in einem Münchener Tierheim weiter versorgt. Kreuzer: „Sie befinden sich derzeit in Quarantäne und werden wieder aufgepäppelt.“

Mit im Boot der Welpenhändler war die 26-jährige Tochter des Ehepaares. Von Ungarn aus habe sie die Strippen gezogen, so Kreuzer, alles über Internet geregelt und dann den Eltern dann via Handy Details bezüglich der Übergabe der Tiere mitgeteilt. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung und einer Sicherheitsleistung für die zu erwartende Strafe sei das ungarische Ehepaar wieder entlassen worden. „Strafanzeigen wegen gewerbsmäßigem Betrugs sowie Verstößen nach dem Tierschutz Gesundheitsgesetz werden folgen“, kündigt Polizeisprecher Franz Kreuzer an.

Toni Schwaiger

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