Ehre für Gut Romenthal

Thomas Raff überreichte Olivia Tietz-Pourray für die liebevolle Instandsetzung des ehemaligen Staatsgutes Romenthal (Foto) die begehrte Plakete „Haus des Jahres“. Foto: Nagl

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URSULA NAGL, Dießen – „Das Haus des Jahres ist dieses Jahr gar kein Haus, sondern ein ganzes Gut, nämlich das Gut Romenthal“, erklärte Thomas Raff. Anlass der Auszeichnung war wie immer die Jahresversammlung des Heimvereins. Der Saal im Wirtshaus am Kirchsteig war auch in diesem Jahr fast bis auf den letzten Platz besetzt und selbstverständlich gab es großen Applaus für die Entscheidung der Jury, denn das Gut in exponierter Lage am nördlichen Ortsrand ist von großer Bedeutung für das Ortsbild der Marktgemeinde. Einst Klosterschwaige des Augustiner Chorherrenstifts wurde das Anwesen, das 1315 erstmals urkundlich erwähnt wurde, nach wechselhaften Besitzverhältnissen 1937 vom Bayerischen Staat erworben. 2000 wurde das erste ökologische Versuchsgut vom Freistaat wieder zum Verkauf ausgeschrieben. Für die Gemeinde Dießen sei es ein Glücksfall, dass das Anwesen heute wieder landwirtschaftlich genutzt werde, betonte der 1. Vorsitzende des Heimatvereins: 2008 erwarb der Jurist und Kaufmann Artus Pourroy das Anwesen, das nach und nach sorgsam und sensibel renoviert wurde und nun von Pourroys Schwester, Olivia Tietz-Pourroy, mit einer kleinen Zucht von Charolais-Rindern erneut ökologisch bewirtschaftet wird. Das zurückliegende Vereinsjahr gestalteten die kreativen Aktiven des Heimatvereins wie immer abwechslungsreich. Trotz einiger Absagen sei in der letzten Ausstellungssaison im Taubenturm ein auffallend „junges Programm“ zustande gekommen, freute sich Raff. Im kommenden Sommer quartiere sich dort mit der Portraitmalerin Elina Deberdeeva erstmals für drei Wochen ein „painter in residence“ ein, so Raff. Nach dem großen Erfolg des Kurzfilmfestivals 2010 wird es auch im Herbst 2012 wieder ein Filmfestival in Dießen geben, kündigte Christine Reichert, Literatur- und Filmfachfrau des Vereins, an. Im kommenden Schuljahr soll, finanziert mit dem gestifteten Preisgeld des Kurzfilms „Edgar“, außerdem ein Profilkurs Film unter der Leitung von Kunsterzieher Burkhard Niesel am Ammersee-Gymnasium stattfinden. Auch eine Theateraktion wird es heuer wieder geben: Nue Ammann, die im Sommer 2010 den Schacky-Park mit ihrem Stück „Gras soll nicht darüber wachsen“ zum Leben und Wirken des Barons von Schacky bespielt hat, hat sich heuer den Taubenturm als Thema und Spielort ausgesucht. Außerdem möchte die Autorin und Regisseurin mit Schülern ein Projekt zum Thema „Heimat“ auf die Beine stellen. Sebastian Goys „Letzte Montage“ findet sich seit kurzem ebenfalls unter dem Dach des Heimatvereins. Goy präsentiert am 15. April das Bastian Jütte Quintett mit Jazz. una

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