im Einsatz für die Senioren

Ehrenamtspreis für den Uttinger Verein „Füreinander“

Senioren in Utting trainieren
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Gegen morsche Knochen organisiert der Verein „Füreinander“ im Uttinger Summerpark einen offenen Bewegungstreff für Senioren.

Utting – Die Umsetzung des Gedankens „Ambulant vor stationär“ ist nur eine der vielen Aufgaben des Uttinger Vereins „Füreinander e. V.“, der als Leuchtturm-Projekt für ehrenamtliches Bürger-Engagement gilt. Seit über zehn Jahren macht er ohne viel Aufhebens die Ammersee-Gemeinde auch für Seniorinnen und Senioren lebens- und liebenswert. Einer der Gründe, warum der Verein jetzt mit dem Ehrenamtspreis der Versicherungskammer-Stiftung ausgezeichnet wurde, verbunden mit einer Prämie von 5.000 Euro. Corona-bedingt fand die Preisverleihung durch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann online statt und die Urkunde kam per Post in den Uttinger „Bürgertreff 17 & Wir“ in der Bahnhofstraße 17.

Hier unterhält der Verein Räumlichkeiten für seine vielfältigen Aktivitäten, unterstützt von der Gemeinde durch Übernahme von Miete und anteiligen Personalkosten. Wie sehr Bürgermeister Florian Hoffmann und auch sein Vorgänger Josef Lutzenberger die Arbeit des Vereins schätzen, zeigt sich am anstehenden Umzug des Bürgertreffs. Er wird künftig größer und schöner ein paar Häuser weiter im ehemaligen Gebäude der VR-Bank Utting neben der Feuerwehr residieren, das die Gemeinde gekauft hat. Überlegungen, mit dem Rathaus hierher umzuziehen, wurden zugunsten des Vereins verworfen. Nach dem Rückbau der Bankeinrichtungen entstehen neben „kosmetischer Aufhübschung“ barrierefreie Toiletten, eine Küche sowie eine Außentüre in den Garten. Hier könne dann die Idee eines Mehrgenerationen-Hauses optimal gelebt werden, wie Vorstand Hans Starke dankbar betonte.

Bürgermeister Florian Hoffmann ließ es sich nicht nehmen, den Vorstandsmitgliedern persönlich zum Ehrenamtspreis zu gratulieren: „So etwas wie hier kann man nicht fordern, das ist aus sich heraus gewachsen. Von einem ganz kleinen Verein zu einem Verein mit großem Stellenwert.“

Stolz auf den Ehrenamtspreis der Versicherungskammer-Stiftung zeigt sich hier die Vorstandschaft von „Füreinander“: Andreas Seiler, Thea Schneider, Hans Starke und Barbara Schiller (v.l.). Bürgermeister Florian Hoffmann (rechts) kam zum Gratulieren.

Laut Vorstand Hans Starke ist das Anliegen des Vereins das ehrenamtliche Engagement aller Bürgerinnen und Bürger, zusammengeführt im „Bürgertreff“, koordiniert und begleitet von professionellen Fachkräften und ausgebildeten Helfern. Viele der Angebote richten sich an die ältere Generation nach dem Motto „Ambulant vor stationär“. Hier will der Verein dazu beitragen, dass die Menschen solange wie möglich zuhause wohnen bleiben können. Der demographische Wandel erfordere Strukturen, um älteren Menschen alle notwendigen Hilfestellungen anbieten zu können. In Vor-Corona-Zeiten traf man sich im Bürgertreff zum Malen, Singen, Handarbeiten, Vorlesen, Erzählen und zum gemeinsamen Mittagstisch. Bei schönem Wetter fand im Summerpark ein offener Bewegungstreff für Senioren statt.

Ein besonderer Schwerpunkt des Vereins ist die Einbeziehung von Demenz-Kranken in die Aktivitäten. Auch die Einzelberatung von älteren Mitbürgern und ihren Angehörigen ist Aufgabe des Vereins. Dabei geht es um Fragen zur Pflegeeinstufung, zur Vorsorge im Alter oder zu finanziellen Hilfen von Staat und Krankenkassen.

Alles Gründe, warum sich die Jury der Versicherungskammer-Stiftung für den Bürgerverein und die Gemeinde Utting entschieden hat. Nach der Ausschreibung in Bayern und der Pfalz mit dem Thema „Was macht meinen Wohnort so lebenswert?“ gingen über 200 Bewerbungen ein. 52 kamen in die Endauswahl, Füreinander und Utting machten das Rennen als 1. Preisträger.

Wer sich bei „Füreinander“ engagieren möchte, findet auf der Webseite www.füreinander.eu umfassende Informationen zum Verein.
Dieter Roettig

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