Schulden sinken, Wirtschaftlichkeit steigt

Kauferings Kommunalwerke auf gutem Weg

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Der Hauptverlustbringer der Kauferinger Kommunalwerke war immer die Sparte Fernwärme. Durch technische Optimierungen und neue günstigere Lieferverträge für Hackschnitzel und Erdgas ist es gelungen, die Betriebsverluste zu senken.

Kaufering – Für die Marktgemeinderäte war es eine erfreuliche Entwicklung, die ihnen die kaufmännische Leiterin Manuela Nitsche der Kommunalwerke in der jüngsten Sitzung präsentieren konnte. Die Werke, wie sie intern genannt werden, können im laufenden Jahr mit einem Gewinn von 86.000 Euro rechnen, wobei sich die einzelnen Sparten unterschiedlich entwickeln werden. Erfreulich waren auch die Trends. Die Gesamtverschuldung der Kommunalwerke sinkt weiter und die Wirtschaftlichkeit der bisher verlustreichen Fernwärme steigt.

Der Eigenbetrieb der Marktgemeinde Kaufering ist mit den Geschäftsfeldern Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und der Versorgung mit regenerativen Energien im Gemeindegebiet tätig. 2018 müssen die Kauferinger Kommunalwerke bei der Wasserversorgung mit einem Verlust von 106.000 Euro rechnen. Manuela Nitsche begründete dies mit erhöhten betrieblichen Aufwendungen. Es waren nicht nur Rohrleitungsbrüche sondern auch Reparaturen von Schieberkreuzen und –kappen, die zum Verlust beigetragen hätten. Auch die Sanierung der Quellsammelleitung bei St. Leonhard hätte sich auf die Zahlen ausgewirkt.

Ebenfalls mit einem Verlust von rund 100.000 Euro muss im laufenden Jahr in der Sparte Abwasserbeseitigung gerechnet werden. Hier schlagen vor allem die kameratechnischen Befahrungen der Abwasserkanäle zu Buche. Dazu sei eine Preiserhöhung für die Entsorgung des Klärschlammes gekommen, betonte Nitsche. 

Klarer Trend erkennbar 

Bei den regenerativen Energien ergibt sich im laufenden Jahr ein Gewinn von 294.000 Euro. Während die Photovoltaikanlage einen Überschuss von 484.000 Euro bringen soll, rechnen die Kommunalwerke in der Sparte Fernwärme mit einem Verlust von 190.000 Euro. Im letzten Jahr betrug der Spartenverlust noch knapp eine halbe Million Euro. Diese gewaltige Reduzierung des Betriebsverlustes führt Manuela Nitsche auf neu ausgehandelte Lieferkonditionen bei Erdgas und Hackschnitzel zurück. Allein hier betrug die Ersparnis 238000 Euro. Desweiteren konnte die kaufmännische Leiterin darauf verweisen, dass in den letzten Jahren an der technischen Optimierung gearbeitet wurde, der die Rentabilität des Heizkraftwerkes weiter gesteigert hat. 

Die Schulden der Kommunalwerke sanken seit dem Jahr 2013 von 32,1 Millionen Euro auf 27,1 Millionen im laufenden Geschäftsjahr. Es ist weiterhin ein klarer Trend zu weniger Schulden zu erkennen. In der Langfristplanung, so Manuela Nitsche, rechnen die Werke im Jahr 2021 mit einem Schuldenstand von nur noch 22,5 Millionen Euro.

Siegfried Spörer

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