Aus eigener Kraft

Unglaubliche 9320 Kilometer auf dem Fahrrad, danach auf den 8027 Meter hohen Shisha Pangma (rechts) – Extrembergsteiger Christian Rottenegger aus Windach hat sich für die nächsten Monate unglaublich viel vorgenommen. Fotos: Kniffler

Fast vier Jahre ist es mittlerweile her, dass Christian Rottenegger nach vier Monaten und 9320 Kilometer auf dem Fahrrad und weiteren fünf Wochen Extrembelastung am Berg etwa 300 Meter vor dem Gipfel des Gasherbrum II (8037 m) umdrehen musste – wegen eines einsetzenden Schneesturms, quälend nah vor dem Ziel. Jetzt will es der Fotograf und Extrembergsteiger aus Windach noch einmal versuchen: Am 1. April starten er und sein Team in Augsburg.

„Ultratour II: Deutschland – Shisha Pangma (8027 m) aus eigener Kraft“ heißt diesmal die Herausforderung und ist alles andere als ein Aprilscherz, obgleich Rottenegger am 1. April in Augsburg mit dem Fahrrad aufbricht. Allein aus eigener Kraft möchte er den Gipfel des 8027 Meter hohen Shisha Pangma aus eigener Kraft zu erreichen – ohne Hilfsmittel. Vor ihm liegt eine Radtortur unter anderem durch die schier unendliche, bis zu 50 Grad heiße kasachische Steppe, quer durch die Taklamakan-Wüste und zudem über 5000 Meter hohe Pässe auf die tibetische Hochebene nördlich des Himalaja. Rottenegger muss die rund 12000 Kilometer lange Strecke mit 40 Kilogramm schweren Packtaschen in nur fünf Monaten bewältigen, um rechtzeitig im Basislager des Shisha Pangma einzutreffen: Denn schon im September beginnt das Zeitfenster, das ihm für die Expedition im Nachmonsun bleibt. Gemeinsam mit seinen Freunden Helmut Hackl und Andreas Seiler will er den Achttausender im Alpinstil besteigen und mit Skiern vom Gipfel abfahren. Autorin und Kamerafrau Annette Kniffler aus Windach (www.crossmedienbuero.de) begleitet Rottenegger von Augsburg bis zum Basislager, wo sie die Expedition organisatorisch unterstützt. Sie wird während der gesamten Tour im Weblog www.ultratour2.org regelmäßig über die aktuellen Ereignisse berichten. Schon jetzt gibt es dort eine Übersichtskarte mit dem genauen Routenverlauf von Deutschland über Rumänien, Russland, Kasachstan und die chinesische Provinz Xinjiang nach Tibet sowie detaillierte Infos zum Ultratour-Team und zur Aufstiegsroute am Berg. Christian Rottenegger hat schon vor vier Jahren ein ähnliches Projekt verwirklicht, die Ultratour „8000 km weit, 8000 m hoch“: Damals fuhr er mit dem Rad von Windach über die südliche Route durch den Iran, entlang der alten Seidenstraße nach Pakistan und ins wilde Karakorum-Gebirge, wo er gleich im Anschluss zur Expedition in Richtung Gasherbrum II aufbrach. Nach vier Monaten auf dem Rad und fünf Wochen Extrembelastung am Berg musste Rottenegger etwa 300 Meter vor dem höchsten Punkt des Gasherbrum II umkehren. Exklusiv im KREISBOTEN Ab 1. April will es Rottenegger noch einmal versuchen, dieses Mal über die nördliche, noch schwierigere Radroute und zum einzigen Achttausender, der vollständig auf tibetischem Boden liegt. Exklusiv wird Annette Kniffler für den KREISBOTEN etwa alle 14 Tage vom Verlauf der Ultratour II berichten – sofern es die Technik zulässt…

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