Pro Wildbienen, contra Teer

Ein Alternativ-Radelweg nach Kaufering?

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So wird der Radweg von Landsberg nach Kaufering entlang der Bahnlinie nicht aussehen: Der Stadtrat hat sich gegen eine Teerung entschieden.
  • Susanne Greiner
    VonSusanne Greiner
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Landsberg – Dass das Projekt ‚Asphaltierung des Radweges Landsberg-Kaufering entlang der Bahn‘ nicht fortgeführt wird, hat der Kauferinger Gemeinderat bereits beschlossen (der KREISBOTE berichtete). Die endgültige Entscheidung übertrug er aber Landsberg, da zwei Drittel des drei Kilometer langen Weges im Stadtgebiet liegen. Und der Stadtrat lehnte die Teerung des Radweges einstimmig ab. Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl zieht aber eine Alternative in Betracht.

Grund für die Entscheidung gegen das Teeren ist die aktuelle Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde (UNB). Demnach dürfte knapp ein Kilometer des Weges – von der Autobahnüberführung bis zur Stadtgrenze – wegen dort lebender Wildbienen und der Gefährdung angrenzender Magerwiesen nicht geteert werden. Eine Verbreiterung, befestigte Bankette und Streusalz seien somit zu unterlassen.

Zuvor hatten Stadt und Markt in Kooperation ein arten­schutzrechtliches Gutachten sowie einen landschaftspflegerischen Begleitplan bei Büros in München und Weilheim in Auftrag gegeben. Die kamen, im Gegensatz zur UNB, zum Schluss, dass die Wildbienen durch Teeren nicht gefährdet würden. Diese Differenzen hatte Kauferings Bauamtsleiter Andreas Giampa damit begründet, dass die UNB wohl „noch andere Erkenntnisse aus anderen Kartierungen“ gehabt habe.

OBin Baumgartl brachte noch eine Alternative zur Sprache. Demnach wolle man mit dem ADFC Landsberg die Unterquerung der Autobahnbrücke nördlich der Schwaig­hofsiedlung prüfen. Denn eventuell könne man diese ‚Engstelle‘ verbreitern – und so einen „eigentlich ganz guten Weg“ zur Verfügung stellen: Der führt dann kurz vor dem Waldfriedhof unter der Autobahn hindurch auf den Radweg, der parallel zur ehemaligen B17 läuft.

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