"Ein Neuer muss sich einfügen"

Immer mit Herzblut bei den Spielen seiner Mannschaft: DJK-Trainer Roman Gese. Foto: Krivec

Land

sberg – Gut drei Monate ist es her, dass die DJK Landsberg ihre Basketball-Saison mit einem Sieg gegen den FC Bayern München II beendete. Am Freitag voriger Woche begann für den Regionalligisten die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. KREISBOTEN-Mitarbeiter Christoph Peters nahm das zum Anlass, um mit Coach Roman Gese über die Lehren aus seinem ersten Trainerjahr in der Lechstatdt, mögliche Neuzugänge und die Ziele für die kommende Saison zu sprechen. Herr Gese, hinter Ihnen liegen zwölf Wochen ohne Basketball. Haben Sie die Zeit genossen? Gese: „Sicher. Es hat gut getan, einfach mal abzuschalten, neue Energie zu tanken.“ Sie werden die Pause sicher auch zum Nachdenken genutzt und Ihre erste Saison als Trainer der DJK Landsberg Revue passiert haben lassen. Wie zufrieden waren Sie mit dem Abschneiden? Gese: „Im Hinblick darauf, dass es das erste Jahr nach dem großen Umbruch mit dem freiwilligen Rückzug aus der 1. Regionalliga war, hat mich die Saison mehr als positiv überrascht. Wir haben schließlich alle nicht gewusst, was auf uns zukommt. Aber das Team hat sehr gut funktioniert.“ Dennoch werden Sie nicht mit allem zufrieden gewesen sein. Gese: „Natürlich nicht. Wir haben Spiele gehabt, wo wir spielerisch einfach nicht gut waren. Vor allem in der ersten Saisonhälfte hat die Rollenverteilung und das Zusammenspiel oft nicht gepasst. Darunter hat der Spielfluss gelitten. Das hat sich erst in der Rückrunde gebessert.“ Sie haben von Anfang an versucht, junge Spieler wie Lorenz Hüper, Lucca Kerner oder Elias Steiner einzubinden und Ihnen viel Spielzeit gegeben. Dafür mussten Sie sich auch Kritik gefallen lassen, kam es dadurch doch des öfteren zum Bruch im Spiel. Ärgert Sie das? Gese: „Nein, denn es war unsere Entscheidung, wieder mehr auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Wir haben von Anfang an gesagt, dass das Projekt nicht auf eine Saison, sondern sieben, acht Jahre ausgelegt ist. Da ist es ganz klar, dass man nicht erwarten kann, dass die jungen Spieler gleich von Beginn an Impulse setzen.“ Einige haben durchaus Fortschritte im Lauf der Saison gemacht. Gese: „ Stimmt. Vor allem mit der Entwicklung von Lorenz Hüper und Lucca Kerner bin ich sehr zufrieden. Ersterer hat ja in der Rückrunde sogar den Sprung in die erste Fünf geschafft.“ Thema Spieler: Wie wird sich der Kader verändern? Gese: „Wir sind dabei mit möglichen Neuzugängen zu reden, aber wir werden nichts überstürzen. Von den meisten letztjährigen Spielern habe ich das klare Signal, dass sie hier bleiben und weiterspielen wollen. Fest steht, das Florian Geheb den Verein wieder verlässt. Chris Kufner und Ferdinand Flechtner sind beruflich im Ausland. Ob Lucca Kerner bleibt, entscheidet sich noch.“ Ein Problem stellte in der abgelaufenen Saison die dünn besetzte Aufbauposition dar. Gibt es Überlegungen, Xaver Egger durch die Verpflichtung eines weiteren Point Guard zu entlasten? Gese: „Das wäre sicher eine Position, wo eine Verstärkung Sinn machen würde. Wir bekommen derzeit täglich Angebote von Spielern, aber wichtig ist, dass ein Neuzugang sich ins Team einfügt. Sollte es nicht klappen, haben wir auch im Verein noch Alternativen. Johannes Eder wäre ein Kandidat, genau wie Josef Egger, wenn er fit ist.“ Die Saison beginnt für Ihre Mannschaft am 1. Oktober mit einem Heimspiel gegen Rosenheim. Welches Ziel haben Sie sich für die neue Spielzeit gesetzt? Gese: „Ich bin immer vorsichtig, was einen Tabellenplatz als Ziel angeht. Mir ist viel wichtiger, dass mein Team einen guten Basketball spielt, dass wir das Publikum begeistern. Was am Ende dabei rauskommt, wird man sehen.“ Sollte Ihre Mannschaft nach dem letzten Spieltag ganz oben stehen, wäre der Aufstieg in die 1. Regionalliga wieder ein Thema? Gese: (lacht) Gegen den ersten Platz hätte ich sicher nichts einzuwenden. Wie es danach weitergehen würde, kann ich jetzt aber noch nicht sagen.“

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