Neubau mit Wohnungen und Seniorenbetreuung

Ein Sozialzentrum für Egling

Das Gemeindehaus Egling
+
Das Gemeindehaus Egling soll zwei Neubauten Platz machen. Mit Wohnungen, öffentlichen Räumen und einer Senioren-Betreuungsstätte entsteht im Dorf ein sozialer Mittelpunkt.

Egling – Ein Sozialzentrum, ein neues Wohngebäude und ein Dorfplatz – all das soll in Egling direkt neben dem Rathaus entstehen. Läuft alles nach Plan, könnten die Baumaßnahmen in den Jahren 2022 und 23 über die Bühne gehen. Die Planungen sind bereits auf einem guten Weg. 

Das 70 Jahre alte Gemeinde­haus in der Hauptstraße 33 mag mit seiner ehemals weißen Fassade und den langen Fensterreihen zu seiner Zeit ein imposanter Anblick gewesen sein, doch inzwischen hat es seine besten Tage längst hinter sich. Bürgermeister Ferdi­nand Holzer spricht von einem „Billigst“-Bau mit mittlerweile schlechter Substanz, mit Holzdecken und Holztreppen, die einen modernen Brandschutz unmöglich machen. „Ich bin niemand, der jedes alte Gebäude sofort umreißt“, sagt der Rathauschef, „aber hier wäre der Sanierungsaufwand unverhältnismäßig hoch.“

Das Gebäude beherbergt eine Poststelle, den Eglinger Eine-­Welt-Laden und einige Sozialwohnungen. Im Zuge der Umgestaltung soll es zwei Neubauten Platz machen. Der erste entsteht im hinteren Bereich des Grundstücks und wird fünf Sozial­wohnungen Platz bieten. Sobald die Mieter aus dem Altbau hierher umgezogen sind, wird dieser abgebrochen, damit an seiner Stelle das Sozialzentrum errichtet werden kann.

Vielfältige Begegnungen

Hier soll unter anderem eine Begegnungs- und Betreuungsstätte für Senioren entstehen. Bürgermeister Holzer spricht von einem niederschwelligen Angebot, um pflegende beziehungsweise betreuende Angehörige zeitweilig zu entlasten. Außerdem sollen in den Neubau ein Café und eine medizinische Praxis sowie die Poststelle und der Eine-Welt-Laden einziehen. Im Dachgeschoss ist die Gemeindebücherei geplant.

Optisch sollen die beiden Neubauten im lechrainischen Baustil dem alten Gemeindehaus entsprechen – schlichter Baukörper mit Satteldach und ähnlichen Fenster- und Gaubenformen. Verbunden werden die neuen Gebäude durch eine Terrassenkonstruktion, die zusammen mit dem Vorplatz als sozialer Begegnungsraum dienen könnte. Holzer wünscht sich, dass dadurch im langgestreckten Straßendorf Egling „so etwas wie eine Dorfmitte“ entsteht.

Spannend wird die Entscheidung, wie die beiden Neubauten beheizt werden. Optionen sind Pellets oder Geothermie, auch die Nahwärmeversorgung durch die Hackschnitzelheizung eines nahegelegenen landwirtschaftlichen Anwesens ist denkbar. In diesem Zusammenhang kam bereits der Vorschlag ins Spiel, das benachbarte Rathaus gleich mitzuversorgen.

Holzer hofft für das 3,7-Millionen-Euro-Projekt bis zum Sommer auf eine Baugenehmigung und auf den Baubeginn für das erste Gebäude im kommenden Jahr. Ende 2023 könnte dann auch das Eglinger Sozialzentrum stehen.
Ulrike Osman

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis Landsberg: 428 Kontaktpersonen in Quarantäne
Corona im Landkreis Landsberg: 428 Kontaktpersonen in Quarantäne
Die neue Leiterin der Landsberger Musikschule
Die neue Leiterin der Landsberger Musikschule
Landsberg: Fenster mit 2-Kilo-schwerem Stein eingeworfen
Landsberg: Fenster mit 2-Kilo-schwerem Stein eingeworfen

Kommentare