Eine der besten Saisonleistungen

Das letzte Saisonspiel der Landsberger Handballer in der Landesliga-Süd stand unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen. Die Gastgeber hatten ihr Saisonziel schon erreicht und wollten sich mit einem Erfolg von ihren Fans verabschieden – der TSV Friedberg dagegen wollte seine Chancen auf den zweiten Tabellenplatz unbedingt wahren. Aber die Landsberger zeigten sich hoch motiviert und setzten sich in einem bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel (Ergebnis 29:28) durch.

Es war wohl eine ihrer besten Saisonleistungen, zu der Robert Zagar und Uli Knörzer, die mit diesem Spiel ihre Karriere beendeten, auch etliches beitrugen. Der fünfte Platz, punktgleich mit dem vierten, ist ein beachtlicher Erfolg für die Truppe von Trainer Hubert Müller. Den besseren Start erwischte jedoch Friedberg, mit ihrem Tempohandball und starken Einzelaktionen gingen sie schnell 1:4 in Führung (in der 5. Minute) Dann parierte Andi Meßmer im Landsberger Tor einen Wurf, das war das Signal für die Aufholjagd der Gastgeber. Mit sehenswerten Aktionen glichen sie bald aus (5:5/10.). Friedberg hielt jedoch dagegen und legte seinerseits wieder vor (5:8/15.). Vor allem gegen die präzisen Kreisanspiele der Gäste fanden die Landsberger lange kein rechtes Mittel. Sehenswerte Tore Aber dann liefen ihre Angriffe wieder besser und ihre Abwehr unterbrach immer wieder offensiv den Spielfluss der Angreifer. So schlossen sie mit sehenswerten Toren wieder auf und gingen in Führung (9:8/18.). Friedberg versuchte es nun im Angriff mit einem zusätzlichen Feldspieler und nahm dafür den Torwart heraus. Doch die Landsberger Abwehr ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und eroberte immer wieder den Ball. Mit den folgenden schnellen Gegenstößen baute man den Vorsprung aus (14:8/15.). Friedberg wechselte und entwickelte nun aus dem Rückraum heraus mehr Druck und konnte so bis zum Pausenstand von 16:13 aufschließen. Das erste Tor nach der Pause erzielte noch Landsberg, dann kam die starke Phase der Gäste. Mit schnellem und technisch versiertem Spiel stellten sie die Landsberger Abwehr immer wieder vor Probleme, oft kamen die Landsberger einen Tick zu spät und so war der Ausgleich zum 18:18 durchaus verdient. Aber über den Kampf und den vollen Einsatz kam Landsberg wieder ins Spiel und zeigte tolle Spielzüge in denen vor allem der Rückraum glänzte (23:20/42.). Die Gäste jedoch gaben auch nicht auf und kämpften sich wieder heran (24:24/46.). Jetzt dominierten die Abwehrreihen und so fiel sechs Minuten lang trotz stürmischer Angriffe auf beiden Seiten kein Tor. Starker Marco Müller Aber immer wenn das Landsberger Spiel stockte, war es der starke Marco Müller der sich ein Herz nahm, auch dieses Mal traf er. Wieder konnten die Gastgeber die Führung ausbauen (28:26/56.), die die engagierten Friedberger allerdings in der 59. Minute ausglichen (28:28). Aber das Spiel war noch nicht aus, 22 Sekunden vor Schluss ging Landsberg wieder in Führungen und verteidigte diese in einem Herzschlagfinale gegen wieder sieben Angreifer auch bis zum Schlusspfiff. Sehr zufrieden war Landsbergs Trainer Müller: „Das war mit unsere beste Saisonleistung. Toll wie die Mannschaft gekämpft, Tempo und Einsatz geboten hat. Auch spielerisch haben wir ja einiges gezeigt. Das war sehenswerter Handball und ein prima Saisonabschluss. Und das mit einer Mannschaft in der etliche Leistungsträger verletzt fehlten.“

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