Freiluft-Gottesdienst mit Seetaufe

Eine echte Ammersee-Taufe auf dem Campingplatz in Utting

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Linea (links auf Mamas Arm) hat die Taufe schon hinter sich und schaut interessiert rüber zu Leonie, die von Pfarrerin Alexandra Eberhardt gerade ein Kreuz mit Ammersee-Wasser auf die Stirn bekommt.

Utting – Spaziergänger, Badegäste, Segler und Stand-Up-Paddler staunten nicht schlecht, als von der Strandwiese unterhalb des Campingplatz-Pavillons Kirchenglocken und „Großer Gott, wir loben dich“ ertönten.

Das Geläute kam via Mikrophon vom Handy, aber der Gesang kam live aus gut hundert Kehlen von Gläubigen, die sich zu einem Freiluft-Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Ammersee-West eingefunden hatten. Auf Bierzeltbänken, Campingstühlen und Picknickdecken beteten und sangen die Teilnehmer, begleitet von Posaunenchor „Heiligs Blechle“ mit Pfarrer Dirk Wnendt als Dirigent. Fleißiger Mitsinger war Uttings neuer Bürgermeister Florian Hoffmann, der von der lockeren Atmosphäre des Gottesdienstes begeistert war.

Pfarrerin Alexandra Eberhardt hatte die Idee, die Sonntagsmesse weg von Kirche und Kanzel in die freie Natur zu verlegen. Als Highlight standen zwei Seetaufen im Mittelpunkt, für die der liebe Gott perfektes Sommerwetter und Wassertemperaturen von 22 Grad beigesteuert hatte.

Für diese ursprünglichste Form der christlichen Taufe hieß es für Eltern, Taufpaten und Pfarrerin Schuhe aus, Talar, Röcke und Hosen hoch und rein in den Ammersee. Die Täuflinge Linea Kühner (geboren am 21. Dezember 2019 in München) und Leonie Benz (14. August 2019 in Bensberg) ließen die heilige Prozedur unaufgeregt und ohne Tränchen über sich ergehen. Pfarrerin Alexandra Eberhardt verteilte je drei Handvoll Ammersee-Wasser über Kopf und Stirn und nahm die Mädchen damit offiziell in die Evangelischen Glaubensgemeinschaft auf. Festgehalten von den Handy-Kameras der stolzen Verwandtschaft. Stolz werden die Mädels auch eines Tages sein, wenn ihnen bewusst wird, dass sie mit Ammersee-Wasser in einem der schönsten Fleckerl Bayerns ihren Segen erhalten haben.

Gesegnet wurde vor dem abschließenden „Kirchkaffee“ auch noch der Campingplatz-Pächter und Gastronom Bernd Pickl. Er hatte sich beim Vorgespräch mit Pfarrerin Eberhardt ausdrücklich einen „Wirtesegen“ gewünscht. Den er jetzt „ganz gschamig“ coram publico entgegennehmen musste.
Dieter Roettig

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