Eine große Ehre für Dießen – Bürgermeister Herbert Kirsch jetzt im Kuratorium der Carl Orff-Stiftung

Die Carl Orff-Stiftung möchte das weltumspannende Werk und Wirken des Musikpädagogen und Komponisten, des Theatermanns und Humanisten Carl Orff (1895 – 1982) international mehr verankern, ausgehend von einer starken Verwurzelung in der Marktge­- meinde Dießen. Nun ist die Institution ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen mit zwei neuen Kuratoriumsmitgliedern: Bürgermeister Herbert Kirsch und Dr. Polo Vallejo aus Madrid.

„Mit den zwei Persönlichkeiten sind die regionale Verortung und die globale Wirkung der Stiftung gesichert“, freut sich Rechtsanwältin Ute Hermann, seit zwei Jahren geschäftsfüh­rendes Vorstandsmitglied der Carl Orff-Stiftung ist. Zweimal im Jahr tagen Stiftungsvorstand und Kuratorium miteinander. Am Ende des langen Sitzungstages in München betonte Bürgermeister Herbert Kirsch vor der Presse, wie sehr er sich auf die Arbeit im Kuratorium freue. Er wolle sich vor allem auch für das weltweit einzige Carl Orff-Museum engagie­ren, das im Dießener Rink-Anwesen an der Hofmarkt beheimatet ist. Kirsch weiter: „Ich em­pfinde es als eine große Ehre für unsere Marktgemeinde, dass ich als Bürgermeister ins Kuratorium gewählt wurde.“ Auch die Witwe des Komponisten, Liselotte Orff, die 24 Jahre die Stiftung leitete und sie 2008 in die Hände des Komponisten und Orff-Schülers Wilfried Hiller legte, kehrte nach der Tagung in München zufrieden an den Ammersee zurück. Ihr Bestreben, das Kuratorium zu verjüngen, ging mit den zwei 50-jährigen neuen Kuratoriumsmit­gliedern in Erfüllung. Außerdem wurde das Gremium von bisher sechs auf acht Entscheidungsträger aufgestockt. Orffs Erbe Die Carl Orff-Stiftung hat der Komponist testamentarisch ver­fügt. Sie ist eine gemeinnützige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Dießen am Ammersee, wo Carl Orff von 1955 bis zu seinem Tode lebte. Das Büro befindet sich momentan in Raisting, „allerdings“, meint Ute Hermann, „möchte die Stiftung wieder nach Dießen zurück.“ In der Marktgemeinde stehen auch Orffs Wohnhaus sowie sein Arbeitshaus mit dem Arbeitszimmer. „Die Stiftung hat den künstlerischen und pädagogischen Nachlass von Carl Orff zu erhalten und sein geistiges und künstlerisches Erbe zu wahren und zu ver-breiten“, heißt es in der Satzung. Diesen Zweck verwirklicht sie, indem sie die Originalstücke des künstlerischen Nachlasses unveräußerlich in ihrem Bestand sichert, die wissenschaftliche Arbeit am Werk Carl Orffs fördert, und in der Öffentlichkeit das Verständnis für das universale Werk stützt sowie sich um dessen Verbreitung annimmt. Dem Kuratorium obliegen die Aufgaben, den Stiftungsvorstand bei der Arbeit zu beraten und zu unterstützen. Letztgenanntes dürfte der wichtigste Auftrag sein, der sich auf den jährlichen Haushaltsplan konzentriert, in dem die Verteilung der Stiftungsgelder geregelt wird, so Ute Hermann.

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