Widerstandsfähig und langlebig

Eine Menge Holz fürs Vereinezentrum Denklingen

künftige Saal des Bürger- und Vereinezentrums.
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Ein wahres Schmuckstück mit reichlich widerstandsfähigem Holz: der künftige Saal des Bürger- und Vereinezentrums.
  • VonJohannes Jais
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Denklingen – Eine Menge Holz wird beim Bürger- und Ver­eine­zentrum (BVZ) Denklingen verbaut. Eine Menge Holz ist auch die Summe, die für Großprojekt ausgegeben wird. Wo überall Holz verwendet wird? Das wird zunächst beim Blick zur Decke im Saal deutlich. Es findet aber an der Wandvertäfelung und am Boden seine Fortsetzung. Vergangene Woche beschloss der Gemeinderat, dass auf einer Fläche von mehr als 500 Quadratmetern widerstandsfähiger Belag mit Hirnholz verlegt wird. 

Das trifft sowohl auf den Boden im Saal als auch in der Gastronomie zu. Bürgermeister Andreas Braunegger betonte, dass der gewählte Hirnholzboden besonders widerstandsfähig und langlebig sei. Die Arbeiten wird eine Parkettfirma aus Polling übernehmen, die ein Angebot für knapp 135.000 Euro abgegeben hatte. Die Vergabe erfolgte bei zwei Gegenstimmen – Walter Heinen und Michaela Killmann. In der Dorfbar auf der Nordseite des Saales wird nicht so hochwertiges Material verbaut, sondern eine Bodenbeschichtung aufgetragen. Eine Firma aus Neusäss wird den Auftrag für 15.000 Euro ausführen.

Die Arbeiten an dem Denklinger Großprojekt neigen sich allmählich dem Ende entgegen. Noch in diesem Jahr soll es fertig sein. Bei Gesamtkosten von mehr als zehn Millionen Euro. Rathauschef Braunegger hat im Juli-Mitteilungsblatt der Gemeinde für Juli das BVZ nochmals in aller Ausführlichkeit thematisiert. Durch ein ebenerdiges Gebäude, ein flaches Satteldach und durch Hallenbaustil füge sich der Gebäudekomplex gut in die ländliche Umgebung ein, findet er. Aus der Ferne könne man meinen, dass es sich hier um ein landwirtschaftliches Gebäude handle. Dies sei beabsichtigt gewesen, damit kein „Fremdkörper“ in die Landschaft gebaut werde.

Reaktion auf Kritik

Der Bürgermeister bezog auch Stellung zu Stimmen in der Bevölkerung, die vor allem die Investitionskosten als zu hoch erachtet und sich daher gegen das Bürger- und Vereinezentrum richten. Kritik wird in Denklingen vor allem deswegen laut, weil das BVZ realisiert und bald fertiggestellt wird, andererseits jedoch der neue Kindergarten auf sich warten lässt und die steigende Nachfrage nach Plätzen mit Betreuungsplätzen im Waldkindergarten und kurzfristig mit einem weiteren Container an der Mehrzweckhalle begegnet wird.

Braunegger thematisierte im „Editorial“ des Gemeindeblattes ausführlich die Raumsituation der Vereine, den Bürgersaal als Herzstück, die Gastronomie und die Technik. Am Schluss bezog er Stellung zur Frage „Können wir uns das als Gemeinde leisten?“ Seine Antwort: „Die gesamte Bausumme stand zur Verfügung, und derzeit haben wir nur eine umlagenbezogene Verschuldung“.

Diese Aussage ist allerdings konträr zur KREISBOTEN-Berichterstattung im März über den Haushalt 2021 und über den Finanzplan, aber auch zur damaligen Nachfrage der Redaktion bei Kämmerer Johann Hartmann. Denn daraus ist zu schlussfolgern: Die Gemeinde Denklingen gehört nach den Kreditaufnahmen in den Jahren 2020 bis 2022 zu den höchstverschuldeten Gemeinden Bayerns. Umlagebezogen, also mit Mittelrückfluss, ist als einziges Großprojekt die Trinkwasserversorgung.

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