Eine neue Heimat in der Stadtmitte

Im November kommenden Jahres soll das Pflegeheim Landsberg zwischen Spöttinger Straße und Bahnlinie Landsberg-Kaufering in Betrieb gehen. Grafik: Schleich&Haberl

Ein neues Kapitel in der Geschichte der Senio­­ren­betreuung, so Dritte Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller, ist am Donnerstag mit dem ersten Spatenstich auf­- geschlagen worden. An die Stelle der „unschönen Industriebrache“ BayWa in der Spöttinger Straße rücke nun ein „schmuckes Haus“, das Pflegeheim Landsberg. Ab November kommenden Jahres soll es eine neue Heimat für 87 hilfebedürftige Menschen in der „passiven Rentnerzeit“ sein.

Dass es kein Heim wie viele andere wird, verdeutlicht allein die Finanzierung des 11,2 Millionen-Projektes. Bauherr Helmut Schleich aus Pfarrkirchen hat mit Hilfe der hiesigen Genossenschaftsbanken private Im­mo­bilienkäufer akquiriert, die einzelne Pflegeappartements einschließlich anteiliger Gemeinschaftsflächen sowie Einrichtung und Ausstattung erwarben. Dadurch sei das Projekt erst ermöglicht worden, sagte Schleich beim Spatenstich. Und lobte die anwesenden Käufer für ihre soziale Verantwortung. Auf dem 4200 Quadratmeter großen Areal zwischen Spöttinger Straße und Bahnlinie Landsberg-Kaufering, städtebaulich sehr sensibel, so Bürgermeisterin Knollmüller, entsteht ein dreiteiliger Gebäudekomplex mit 77 Einbett- und fünf Zweibettappartements. Nach der Fertigstellung bleibt das komplette Immobilienmanagement in der Hand der Schleich&Haberl Firmengruppe, Betreiber wird die Pichlmayr Wohn- und Pflegeheim Betriebs-GmbH aus Eggenfelden sein. „Heimat statt Heim“ sei der Leitspruch des Familienunternehmens, das in Ober- und Niederbayern im Moment 15 Wohn- und Pflegeheime betreibt. Eine neue Heimat für den letzten Lebensabschnitt, das solle allein das Gebäude mit seiner Einrichtung garantieren, so Betreiber Johannes Pichlmayr. Im italienischen Landhausstil werde der Innenbereich gestaltet, also alles andere als „heimtypisch“. Ein toskanischer Marktplatz im Erdgeschoss, ein Begegnungsraum mit Verkaufs­- ständen und auch der große offene Speisesaal sollen Bewohner wie auch Besucher zusammenführen. Weg von der Heimatmosphäre, hin zum aktiven Alltag, sei die Devise. Weiterhin wird es im Erdgeschoss eine Demenzstation mit einem Doppel- und 19 Einzelzimmern geben, eigener Garten und Aufenthaltsraum inklusive. Das erste und zweite Obergeschoss werden identisch gebaut, bieten jeweils in zwei Doppel- und 29 Einzelzimmern Wohnraum für 33 Personen. Die beiden Wohngruppen je Etage werden von einem Speisesaal in Form einer bayerischen Stube getrennt. „Das wird wie in einem alten Wirtshaus sein“, beschreibt Pichlmayr. Und das Essen komme aus der eigenen Küche, „Convenience Food gibt es bei uns nicht“. Für Wohlfühlatmosphäre auf jeder Station würden zudem die Pflegebäder im Stil von Hotel-Wellnessbädern sorgen. Im Pflegeheim Landsberg werden 60 neue Arbeitsplätze entstehen, die Betreiber Pichlmayr nach Möglichkeit mit Kräften aus der Lechstadt oder der Region besetzen möchte.

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