Eine Vorzeige-Einrichtung

„Ihr seid unser Vorzeigezentrum.“ Mit diesen Worten hat Susanne Veit vom Landesverband bayerischer Mütterzentren die Landsberger Familienoase gelobt, die vergangene Woche ihr fünfjähriges Bestehen feierte. In dieser Zeit habe man es geschafft, „eine wichtige Anlaufstelle für Familien und damit ein wichtiger sozialer Baustein in Landsberg zu werden“. Zu den Gratulanten zählte auch Landrat Walter Eichner und Sigrid Knollmüller, Landsbergs 3. Bürger- meisterin. Beide signalisierten, auch zukünftig die Familienoase unterstützen zu wollen.

„Den Weg zu einer Familienoase in Landsberg war nicht immer leicht“, erklärte Heike Brummer, Leiterin der Landsberger Einrichtung. Doch mit der Gründung des Vereins im November 2002 bestand der Wunsch, „einen Raum für Familien in Landsberg und dem Landkreis zu schaffen, in dem Familien immer willkommen sind, und wo sie Angebote und Informationen für ihre Bedürfnisse zentral vorfinden. Mit Hilfe des Landkreises und der damaligen Jugendamtsleiterin Maria Matheis mietete der Vorstand 2004 die Wohnung in der Hubert-von-Herkomer-Straße an. Schließlich eröffnete der Verein im September das Familienzentrum, „ohne Eigenkapital aber mit viel ehrenamtlichen Engagement“, so Brum- mer. Mit viel Optimismus wurde dabei das Konzept der Mütter- und Familienzentren umgesetzt, „indem der ehrenamtliche Gedanke „Jeder kann etwas einbringen“ im Mittelpunkt stand, betonte Susanne Veit. Die „Familienoase“ habe es geschafft, in den zurückliegenden fünf Jahren immer wieder die Nutzer der Einrichtung zu motivieren, sich einzubringen und sich gegenseitig zu unterstützen. „Sie ist für viele Familien des Landkreises ein Ort des Wohlfühlens und Verstandenwerdens geworden. Mir geht das Herz auf, wenn ich die Räumlichkeiten hier in Landsberg betrete“, so Veit. Auch Landrat Eichner war voll des Lobes und erinnerte an die Anfangsstunden, als die Idee geboren wurde. Damals wie heute war die finanzielle Situation schwierig, vor allem mit Blick auf die Jugendförderung. Damals, so Eichner, hätte er sogar überlegt, die Familienoase im Mehrgenerationenhaus zu integrieren – „doch da war der Verein noch zu schmalbrüstig aufgestellt.“ Der Landkreischef versprach weiter volle Unterstützung: „Wenn sie uns brauchen, spannen sie uns vor den Karren.“ Platz wird knapp Nicht ohne Grund, sind die aktuellen Räumlichkeiten doch bald zu klein. Daher sucht der Verein in der Stadt ein neues Objekt mit mindestens 200 Quadratmetern Fläche. Dazu Eichner: „Wenn die Stadt ein Grundstück zur Verfügung stellt, werden wir auch unseren Anteil leisten.“ Den Ball nahm Knollmüller zwar nicht auf, überbrachte aber auch die Wünsche des Bürgermeisters sowie eine Spende. Als kleines Dankeschön überreichte Brummer den beiden Gratulanten ein Buch mit Rezepten von Müttern aus der Familienoase. Gerade erst erschienen, kann das Buch kann in der Einrichtung für 6,90 Euro erworben werden. Die Familienoase versteht sich als Treffpunkt und Kommunikationszentrum für Frauen und Familien. Sie möchte die Familien in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen und begleiten. Die Stellung der Familie, besonders der Frau, soll in allen Lebensbereichen nachhaltig und generationenübergreifend gestärkt werden

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