"Einfach nur schön!"

Sound-Laster-Organisatorin Sybille Engels: „Es war einfach nur schön!“ Foto: Eckstein

Es war was ganz Neues: ein Laster auf dem Hauptplatz, mitten in der Baustelle, darauf eine improvisierte Bühne mit Musikern aus der Umgebung, und eine Band, die sogar aus Australien kam. Die Reaktionen auf den Hidden-Hero-Soundlaster waren uneingeschränkt positiv, bei Musikern und Besuchern. Der KREISBOTE sprach mit der Organisatorin Sybille Engels.

Fünf Tage Soundlaster, 140 Musiker, eine große Resonanz – wie geht es Ihnen jetzt? Engels: „Na, wir sind glücklich! Wir haben es genossen, so viele Bands mit ihren unterschiedlichen Auffassungen sehen zu können. Es war toll, Gespräche mit Musikern und anderen Kreativen zu führen. Besonders haben wir uns natürlich über den Zuspruch der Passanten und Zuhörer gefreut – tatsächlich gab es niemand, der sich negativ über Lärm etc. geäußert hätte. Es war im Gegenteil die reine Freude zu sehen, wie aufgeschlossen und offen das Publikum war, ob nun eine Rockband, ein Liedermacher oder ein DJ auf der Bühne stand. Die Menschen sind viel offener, als man vielleicht denkt.“ Es steckte allerdings auch ein großer organisatorischer Aufwand dahinter… Engels: „Auch uns als Team hat es großen Spaß gemacht, alles lief reibungslos ab. Übrigens vielleicht auch deshalb, weil fast jeder von uns schon mal mit jedem in einer Band gespielt hat. Das verbindet! Allerdings war danach eine Woche Pause nötig – wir waren alle platt. Hier noch mal meinen Dank an alle Mitstreiter! Gustav Adam und Thomas Jankovic für Top-Organisation, Ewelyna Drozdzilla für die fünf (!) Videos, Niki Amberger für gastliche Bewirtung, Markus Thielen für Programmierung.“ Wurden mit dem Event alle gesteckten Ziele erreicht? Engels: „Ja! Viel mehr als das. Es gibt die Zusage der Fortsetzung im nächsten Jahr, einen Sound-Laster-Event im Herbst zur Einweihung eines Straßenabschnitts am Hauptplatz und viele Ideen, Gespräche und Initiativen. Am 12. Oktober, das ist ein Freitag, veranstalten wir um 19 Uhr eine Hidden-Hero-Party im Foyer des Stadttheaters. Der Oberbürgermeister wird auch dort sein.“ Worum geht es da? Engels: „Kennenlernen, reden, vernetzen. Besonders spannend wird die Session an diesem Abend – jeder mit jedem, Jazzer mit Bluesern mit Progressive Rockern mit DJs. Wir freuen uns auf viele Musiker und Freunde und Interessenten!“ Wie war das Verhältnis der Bands untereinander, die allgemeine Stimmung? Engels: „Es gibt ja auch Welten in der Musik, die oft gar nicht so kompatibel sind. Das hat mir fast am besten gefallen: Junge, alte, männliche, weibliche, zarte, harte, amateurhafte, professionelle Musiker – alle mit gegenseitigem Respekt. Es war wirklich ein besonderer Spirit an diesen Tagen. Und natürlich war es toll zu sehen, wie die Zuschauer klatschten und mitsangen – trotz Regen und 35 Grad Hitze an zwei von fünf Tagen.“ Bei so vielen Mitwirkenden: hat alles reibungslos geklappt? Engels: „Sämtliche Bands waren auf die Minute pünktlich, keiner hat auch nur eine Minute überzogen – top-professionell.“ Ihr persönliches Fazit… Engels: „Es war eine tolle Erfahrung, zu sehen, dass man etwas gestalten kann, was einem wirklich wichtig ist. Ich habe viele tolle Leute kennengelernt. Überall tut sich was. Einfach nur schön!“ Vielen Dank für das Gespräch; wir freuen uns auf den nächsten Soundlaster.

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