Wer holt die Tonne?

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Langsam nimmt die Einführung der Biotonne im gesamten Landkreis immer mehr Gestalt an. Als nächstes muss geklärt werden, wer die Abfuhr übernimmt.

Landkreis – Bereits im Umweltausschuss hatte sich abgezeichnet: Die Variante, bei der die Bürger selbst eine Biotonne „bestellen“ können, kommt am besten an. Wer keine Biomülltonne aktiv anfordert, verpflichtet sich automatisch zur Eigenkompostierung. Gut ankommen dürfte bei der Landkreis-Bevölkerung auch, dass keine gesonderte Gebühr für die Abfuhr erhoben wird.

Die Leerung der Biotonne soll ab Januar 2016 im ganzen Landkreis erfolgen und zwar kostenlos, denn das sei über die Grundgebühr abgedeckt, wie es in dem Gutachten der Projektgemeinschaft aus AU Consult und bifa Umweltinstitut heißt. Sabine Kögl vom Augsburger Ingenieurbüro AU Consult, das die Einführung der Biomülltonne im Landkreis begleitet, erläuterte die weiteren Abfuhrbedingungen in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. So werde man sich beispielsweise auf eine 14-tägige Leerung der Behälter einigen. 

Die Bürger in Landsberg und Kaufering, wo es die Biotonne ja bereits seit Jahren gibt, müssen sich dann außerdem vielleicht auf neue Tonnen einstellen. Denn die jetzigen Behälter im Stadtgebiet sind braun, der Landkreis möchte allerdings – wie bei der Papiertonne und der Gelben Tonne auch – einen schwarzen Behälter mit braunem Deckel anschaffen. Diese kann der Landkreis dann bei Vertragsende zum Restbuchwert ablösen. 

„Bedingt durch das Auslaufen der bestehenden Verträge für die Abfuhr von Restabfall, Bioabfall und Sperrmüll zum 30. Juni 2015 ist eine EU-weite Neuausschreibung dieser Leistungen erforderlich“, so Kögl. Sie sprach sich für einen raschen Beginn der Ausschreibung aus, „damit die Ent- sorgungssicherheit im Landkreis ab 1. Juli 2015 gewährleistet werden kann“. 

Die Vertragslaufzeit soll zunächst auf sechs Jahre festgelegt werden mit einer Möglichkeit zur Verlängerung um weitere zwei Jahre. Eingesetzt werden dann Behälter mit einem Volumen von 80, 120 und 240 Litern. Zusätzlich werden die Tonnen mit Chips ausgestattet, die – genau wie bei der Restmülltonne auch – zum Verwiegen des Inhaltes dienen. Für Landsberg und Kaufering werde das bereits durchgeführt, so Landrat Thomas Eichinger, was einen echten „Informationsgewinn“ darstelle. 

Ein weiterer wichtiger Punkt im Bezug auf die Biotonne wird dann noch die Verwertung der Abfälle sein. Da steht immerhin eine mögliche Vergärungsanlage auf dem Gelände der Kläranlage Ammersee in Eching im Raum. Über die Kriterien der Verwertung werde man im Dezember nochmals im Kreisausschuss sprechen, so Johann Bernauer von der Kommunalen Abfallwirtschaft. Auf Anregung von Moritz Hartmann (GAL) wird zuvor auch noch eine Beratung im Umweltausschuss zu diesem Thema stattfinden.

Astrid Erhard

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