Ende einer Odyssee

Sozialpädagogin Kathrin Schneider-Feßler freut sich auf die offene Jugendarbeit in Eching. Foto: Nagl

Rechtzeitig zu Weihnachten hat die Gemeinde Eching ihrer Jugend ein schönes Geschenk gemacht: Der neue Jugendtreff wurde eingeweiht, gesegnet und steht den Jugendlichen während der Öffnungszeiten ab sofort als Treffpunkt zur Verfügung. Außerdem bekommt der Jugendförderverein zum Jahresbeginn professionelle Unterstützung von der Sozialpädagogin Kathrin Schneider-Feßler.

Ab 1. Januar wird die junge Mutter aus Türkenfeld die Echinger Jugendlichen fünf Stunden pro Woche begleiten. Berufserfahrung sammelte die 32-Jährige bereits an einer Münchner Fachoberschule in der Schulsozialarbeit. Ihre neue Stelle wird vom Landkreis Landsberg und der Gemeinde Eching finanziert. „Ich freue mich darauf, so nahe an meinem Wohnort mit der offenen Jugendarbeit etwas Neues zu starten“, betont Schneider-Feßler im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Mit Bürgermeister Siegfried Luge und dem Jugendförderverein hat sie bereits „nette und gute Gespräche“ geführt, Wünsche und Ziele der offenen Jugendarbeit wurden gemeinsam abgestimmt. Ihre ersten Arbeitstage im neuen Jahr möchte die Sozialpädagogin nun dazu nutzen, die Jugendlichen in Eching intensiv kennenzulernen: „Bevor wir uns konkrete Projekte vornehmen möchte ich erfahren, was den Jugendlichen Spaß macht, was sie interessiert. Daraus kann dann etwas Gemeinsames entstehen“, meint Schneider-Feßler – zum Beispiel die kreative Ausgestaltung des Jugendtreffs oder Veranstaltungen und Unternehmungen. „Konkrete Projekte werden sich herauskristallisieren, vor allem möchte ich mich auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einstellen.“ Im Jugendhaus wird Kathrin Schneider-Feßler voraussichtlich einmal unter der Woche und einmal am Wochenende präsent sein. „Am besten dann, wenn am meisten los ist“, meint sie. Funktionales Gebäude Auch Bürgermeister Siegfried Luge ist stolz auf das neue Jugendhaus. Nach knapp einem Jahr Bauzeit stehen den Jugendlichen im Anbau an den Bauhof drei Räume zur Verfügung. Zwei davon haben eine eigene Küchenzeile. Das funktionale Gebäude ist hell und freundlich, ist mit einem behindertengerechten WC ausgestattet und wird über einen eigenen Eingang erschlossen. Es ist als Niedrigenergiehaus konzipiert und übertrifft sogar die neueste Energiesparverordnung. Für die Echinger Jugend bedeutet der neue Treff nach einer mehrjährigen Odyssee durch provisorische Jugendräume im Jakob-Schorer-Haus, im ehemaligen Lehrerwohnhaus und im Feuerwehrhaus nun eine konstante Bleibe, ein Ort an dem auch längerfristig Gemeinsamkeit entstehen kann. Eigenverantwortlich Von den rund 280 Jugendlichen zwischen 14 und 28 Jahren, die in Eching leben, nutzen erfahrungsgemäß zehn bis zwanzig Prozent das Angebot der offenen Jugendarbeit. Von ihnen erwarten die Gemeinde, der Jugendförderverein und Sozialpädagogin Schneider-Feßler einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Räumlichkeiten. Klar, dass Alkohol und blauer Dunst verboten sind. Außerdem müssen die Jugendlichen selbst für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Auch nächtliche Ruhestörungen sollen das gute Verhältnis zu den Nachbarn nicht trüben. Gefragt sind dagegen, wie Bürgermeister Luge betont, Mitsprache, Engagement und viele gute Ideen. Für junge Leute ab 14 Jahren ist der Jugendtreff ab sofort montags und mittwochs von 16 bis 24 Uhr geöffnet. Am Wochenende sind die Jugendlichen freitags und samstags von 16 bis 24 im neuen Jugendtreff willkommen.

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