Einige "Hausaufgaben" zu machen

+
Wenn das Lufttransportgeschwader 61 aus Penzing abzieht, geht der Gemeinde damit eine bedeutende Wirtschaftskraft verloren. Der Freistaat greift nun helfend ein.

Penzing – „Nachhaltig unter die Arme greifen“ wird der Freistaat Bayern nun der Gemeinde Penzing bei der Konversion des Fliegerhorstes. Aus dem Förderprogramm „Stadtumbau West“ erhält die Gemeinde 840000 Euro – die sie hauptsächlich für die innerörtliche Infrastruktur nutzen wird.

In der Gemeinde Penzing wird sich einiges ändern, wenn das Lufttransportgeschwader 61 dort von der Bildfläche verschwindet. Bis mindestens 2017 wird die Abteilung allerdings noch dort stationiert bleiben. Um die Gemeinde bei diesen Veränderungen zu unterstützen, greift der Freistaat Bayern Penzing nun mit 840000 Euro unter die Arme. 

Im Rahmen des Bund-Länder-Städtebau-Förderprogramms „Stadtumbau West“ wolle man diejenigen Kommunen unterstützen, die einen Bundeswehrstandort abbauen oder verlieren, heißt es vom Landtagsabgeordneten Thomas Goppel. „In Oberbayern sind 15 Städte und Gemeinden betroffen, denen der Freistaat 5,1 Millionen Euro mit dem Bund an Umbauhilfe zur Verfügung stellt“, so Goppel weiter. Die Förderschwerpunkte würden dabei auf der baulichen Anpassung der städtischen Infrastruktur, der Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen, der Verbesserung des öffentlichen Raums sowie der Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung liegen, heißt es auch von Verkehrsminister Alexander Dobrindt. 

Ziemlich überraschend sei das gekommen, meint Penzings Bürgermeister Johannes Erhard dazu. Außerdem finde er es „schön, dass die Kommunen nicht allein gelassen werden“. Der Abzug der Bundeswehr bedeute für seine Gemeinde natürlich einen „Riesen Einschnitt“, vor allem weil der Fliegerhorst eine „gewisse Wirtschaftskraft“ darstelle, die damit nun verloren gehe. Das größte Problem dabei sei allerdings, dass man nicht wisse wann genau der Abzug des LTG 61 eintreten wird, erklärt Erhard weiter. Die Rede ist dabei immer von 2018. „Aber bis dahin haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, meint der Bürgermeister. Diese Hausaufgaben werden vor allem innerörtlicher Natur sein. 

Hauptsächlich geht es dabei um die Infrastruktur der Dorfmitte und des Dorfes als solches, erläutert Erhard weiter: „Momentan befinden wir uns da in der Feinplanung.“ Obwohl die 840000 Euro für die Maßnahmen, die aufgrund der Konversion nötig sein werden, nicht ausreichen werden, sei man froh darüber. Denn allein könne die Gemeinde das alles nicht stemmen, meint Erhard. Die Planungshoheit bleibe aber bei Penzing. Bewerbungen für die Nutzung des Geländes gäbe es genug, versichert der Bürgermeister.

Astrid Erhard

Meistgelesen

Schumann hat Zahnweh
Schumann hat Zahnweh
Toll: Das erste Azubi+ ist da!
Toll: Das erste Azubi+ ist da!
Ein Weißbier mit Obama
Ein Weißbier mit Obama
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert

Kommentare