Am Ende schwindet die Kraft

Aller Kampf hat nichts genutzt: Tomas Schwirkmann (li.) unterlag mit dem TSV Landsberg dem TSV Indersdorf. Foto: Krivec

Lange hatten die Handballer des TSV Landsberg in der Landesliga Süd gegen den TSV Indersdorf sicher geführt. Doch Mitte der zweiten Hälfte brachen sie dann so ein, dass sie doch noch die bittere 26:29-Heimniederlage hinnehmen mussten.

Wieder konnten die Landsberger nur mit einem stark dezimierten Kader auflaufen, diesmal musste sich auch noch Pascal Müller krank melden. Aber die Gastgeber begannen hoch konzentriert und entschlossen, so konnten man auf 4:0 (6.) vorlegen. Dann stockten die eigenen Angriffe etwas, Indersdorf stand in der Abwehr besser und traf nun auch. So kamen die Gäste heran (5:4/12.). Als dann die Aktionen der Landsberger wieder präziser wurden, wuchs der Vorsprung wieder. Ganz wesentlich trug dazu bei, dass Andi Meßmer im Landsberger Tor sich immer mehr steigerte und eine Großchance der Gäste nach der anderen zunichte machte. Er war eindeutig der Spieler der ersten Halbzeit. Mit schönen heraus gespielten Toren bauten die Gastgeber ihren Vorsprung bis zur Pause weiter auf 13:9 aus. Clever wurden immer wieder die Lücken der sehr offensiven Abwehr der Indersdorfer genutzt. Man hatte den Gegner eigentlich im Griff, lediglich die Chancenverwertung hätte besser sein können, drei oder vier Tore mehr wären möglich gewesen. In der zweiten Hälfte stellten die Gäste auf eine defensivere Abwehr um, gegen die sich die Landsberger zunächst schwerer taten, der Vorsprung schmolz (15:12/36.). Aber man fing sich wieder etwas und legte wieder auf 19:14 (41.) vor. Dann ging plötzlich die Stabilität im Landsberger Spiel zusehends verloren, man spielte unpräzise im Angriff, der Gästetorwart hielt jetzt einfach alles, und in der Abwehr fehlte die Entschlossenheit. Auch, dass nun Andi Meßmer wieder ins Tor kam half nichts. Binnen fünf Minuten kippte das Spiel, Indersdorf nutze die Landsberger Unsicherheiten, glich aus (46.) und ging sogar noch in Führung (20:21/48.). Im nun folgenden offenen Schlagabtausch konnten die Gastgeber zwar lange mithalten (25:25), für eine entscheidende Wende fehlte dann jedoch einfach die Kraft, deutlich zu sehen an den nun häufigen technischen Fehlern. Man hatte während des ganzen Spiels einfach zu wenige Möglichkeiten gehabt, entscheidenden Akteuren die notwendigen Verschnaufpausen zu bieten. So blieb den Landsbergern trotz des großen Einsatzes der so dringend benötigte Erfolg versagt. „Die Niederlage ist natürlich eine herbe Enttäuschung“, konstatierte der Abteilungsleiter der Landsberger Handballer, Roland Neumeyer, nach dem Spiel. „Da wäre auf jeden Fall was für uns drin gewesen. Wir dürfen jetzt aber nicht in blinden Aktionismus verfallen, wir stehen zwar jetzt ganz unten drin, aber noch ist nichts verloren. Jetzt ist auch die Mannschaft selbst gefordert und wir müssen natürlich zusehen, dass sie wieder vollständig wird. Ein Abstieg würde auf jeden Fall vieles gefährden, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben.“ Nächste Woche wird jedoch für die Landsberger beim starken Tabellenzweiten Trudering wenig zu holen sein. Auch, weil bereits feststeht, dass Leistungsträger Tomas Schwirkmann aus beruflichen Gründen fehlen wird.

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