Endlich modern

Staubsaugen für Anfänger: Hauswirtschaftsdirektorin Mathilde Herzog führte durch die neugestalteten Räumlichkeiten der Haushaltstechnik. Foto: Peters

„Viel Lärm, viel Staub – aber es hat sich gelohnt“: Mit diesen Worten begann Wolfgang Stützle seine Rede. Der Leiter des Agrarbildungszentrums Landsberg wirkte zufrieden, war es doch ein durchaus angenehmer Grund, aus dem er am vergangenen Freitag vor rund 60 geladenen Gästen am Rednerpult im Lehrsaal 1 des Bildungszentrums stand. Denn auf dem Programm stand die Einweihung des neu gestalteten Haushaltstechnikbaus sowie des sanierten Schulgebäudes.

Beide Gebäude stammen ursprünglich aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Während das Haushaltstechnikgebäude in den 80er Jahren einen Erweiterungsbau erhielt, hatte sich am Schulgebäude seit damals bis zum nun erfolgten Umbau wenig verändert. Besonders das Chemielabor, der große Hörsaal sowie die veralteten Sanitäranlagen entsprachen längst nicht mehr dem aktuellen Standard. Auch das Dach des Gebäudes wies erhebliche Mängel auf. Insgesamt rund 1,9 Millionen Euro kostete die grundlegende, energetische Sanierung des Schulgebäudes. Einen Großteil davon stemmte der Bezirk Oberbayern, wofür sich Stützle bei der anwesenden stellvertretenden Bezirkstagspräsidentin Friederike Steinberger bedankte: „Es ist ein weiterer Schritt, um als Bildungsstandort attraktiver zu werden.“ Nur zehn Monate hatten die Bauarbeiten an dem in die Jahre gekommenen Gebäude gedauert, schon zum Schulbeginn im September konnten die Schüler die neu gestalteten Räume nutzen. Noch schneller ging die Sanierung des Gebäudes für Haushaltstechnik vonstatten. Von April bis Ende September wurde der alte Bau energetisch auf den neuesten Stand gebracht und gleichzeitig die komplette Technik im Inneren modernisiert. Auf das Dach montierte man eine Photovoltaikanlage, die zukünftig als Anschauungsobjekt im Schulbetrieb der Landmaschinenschule dienen soll. Rund 1500 Seminarteilnehmer zählt die Abteilung Haushaltstechnik pro Jahr. Die nichtschulische Bildungsstätte ist die einzige ihrer Art in Bayern. Durch die erfolgte Sanierung habe man „die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung gestellt“, freute sich Gisela Miethaner vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die Gesamtkosten der durch das Konjunkturpaket II geförderten Baumaßnahme belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.

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