4. Tag der Energie

Viel zu schön für Rekorde

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Bauen war das Schwerpunktthema beim „4. Tag der Energie“ im Agrarbildungszentrum, der ein wenig unter dem tollen Herbstwetter zu leiden hatten.

Landsberg – Energiesparen hat viele Gesichter. So ist es zum Beispiel nicht damit getan, einen sparsamen Kühlschrank zu kaufen – man muss ihn auch richtig verwenden. Tipps, wie das geht, bekam man am Samstag beim „4. Tag der Energie“ im Agrarbildungszentrum an der Epfenhausener Straße. Erstmals war dessen Abteilung Haushaltstechnik mit einer Hausgeräte-Ausstellung Teil der Veranstaltung. Denn die Organisatoren wollen weg von dem verbreiteten Irrtum, der Tag der Energie sei nur für Hausbesitzer interessant.

Eine interaktive Ausstellung des bayerischen Kompetenzzentrums für Ernährung bot einiges zum Mitmachen. Welche Mengen an Lebensmitteln kauft man für wie viele Personen ein, wie lagert man Vorräte richtig und wann ist ein Produkt tatsächlich nicht mehr zu gebrauchen? Das Mindesthaltbarkeits- datum gibt darüber in der Regel keinen Aufschluss, dann schon eher der Geruch – wer Lust hatte, konnte versuchen, per Schnupperprobe verdorbene Lebensmittel zu identifizieren.

Die Sonne strahlt beim "Tag der Energie"

Überlegtes Einkaufen und richtige Lagerung gehören ebenso zum energieeffizienten Verhalten wie sparsame Hausgeräte, so Fachlehrerin Maria Hienle. „Der beste Kühlschrank nützt nichts, wenn man ihn falsch befüllt.“ Ganz moderne Geräte besitzen Kühlfächer mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. „Damit halten Lebensmittel drei- bis viermal länger, auch das ist eine Form von Nachhaltigkeit.“

Dach und Heizung

Sicherlich war auch dieses Mal das Thema Bauen einer der Schwerpunkte der Informationsausstellung, die von der Landsberger Energie-Agentur (LENA) veranstaltet wurde. Hierzu gehörten alle Facetten von der nachhaltige Stromerzeugung auf dem eigenen Dach über die Gebäudedämmung bis hin zu modernen Heiztechniken. „Großes Interesse“ beobachtete LENA-Vorsitzender Bertold Lesch unter anderem an den Ständen der Solarfirmen und Heizungsbauer. Auch der Vortrag über Wärmepumpen und Fotovoltaik sei gut besucht gewesen.

Aufgrund des sonnigen Wetters knackten die Besucherzahlen diesmal allerdings keine Rekorde. „Es war zu schön“, bedauerte Lesch, Im Innenhof des Agrarbildungszentrums schlenderten unter strahlend blauem Himmel nur wenige Interessenten um die dort geparkten Elektro-Autos herum – ein Thema übrigens, das Lesch im kommenden Jahr „noch deutlich mehr ausbauen“ möchte. Auch will er mit LENA zum Beispiel beim Landsberger Marktsonntag vertreten sein. „Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass die Leute zu uns kommen, sondern müssen dorthin gehen, wo die Leute ohnehin sind.“

Ulrike Osman

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