Energie-unabhängig sein – Eresing als Selbstversorger

n einem ungewöhnlichen Ort hat sich der Gemeinderat zu seiner jüngsten Sitzung getroffen. Das Gremium tagte im Exerzitienhaus der Erzabtei St. Ottilien, nachdem man zuvor die neue Energiezentrale des Klosters besichtigt hatte. Denn Eresing will ebenfalls das tun, was in St. Ottilien bereits realisiert wurde: seinen Energieverbrauch senken sowie von fossilen Brennstoffen und externen Energieversorgern unabhängiger werden – idealerweise völlig „energie-autark“.

Andere bayerische Gemeinden haben das bereits geschafft oder sind auf einem guten Weg. Michael Klotz schlug deshalb vor, eine Besichtigungsfahrt ins niederbayerische Ascha (Kreis Sraubing- Bogen) zu unternehmen. Die Gemeinde sei so groß wie Eresing und decke 90 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs des ganzen Dorfes selbst. In vier bis fünf Jahren wolle die Ortschaft komplett autark sein. Klotz: "Es würde helfen, sich das anzusehen." Außerdem möchte Bürgermeister Josef Loy ein Energiegutachten fortschreiben von 1995 fortschreiben lassen. Es soll Möglichkeiten aufzeigen, die Wärme- und Stromversorgung für kommunale Gebäude und für Privathaushalte auf regenerative Energien umzustellen, die im Dorf erzeugt werden. Philipp Leichtle forderte, die Vorstellungen der Gemeinde zu präzisieren, bevor man sich an ein Ingenieurbüro wende. "Wir müssen wissen, wo wir anfangen wollen. Die Entscheidung kann uns ein Planungsbüro nicht abnehmen." Ernst Schönberger wollte wissen, von welchen Investitionssummen die Rede sei. Auch Leichtle betonte, für ein "Mammutprojekt" habe die Gemeinde kein Geld. Loy erwiderte, dass das Projekt sich langfristig aus dem Verkauf der Energie selbst tragen müsse. Maximilian Mirlach wies darauf hin, dass sich die vorbildliche neue Wärmeversorgungsanlage in St. Ottilien bereits in zehn Jahren amortisiert haben werde. Einstimmig beschloss der Rat, Angebote für ein Energiegutachten einzuholen. Dieses soll Möglichkeiten zeigen, wie sich Eresing selbst mit Strom und Wärme aus regenerativen Quellen versorgen kann. Außerdem will man Kontakt mit zwei Ortschaften aufnehmen, die Ähnliches bereits praktizieren.

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