"Energieschleuder" Feuerwehrhaus

Was tun mit dem Feuerwehrhaus in Hausen? Diese Frage hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zunächst heftig diskutiert und dann vertagt. Das Gebäude entspricht zwar nicht mehr den Anforderungen an ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus, dürfte dank eines Bestandsschutzes jedoch in seiner jetzigen Form bestehen bleiben. Nun muss aber das Dach saniert werden, und damit entfällt der Bestandsschutz. Die Kosten für eine generelle Modernisierung könnten sich auf bis zu 185.000 Euro belaufen.

Das Dach ist schlecht isoliert und macht das Gebäude zur Energieschleuder. Wie Feuerwehrkommandant Konrad Dietmaier sagte, habe man allein im Winter 2005/2006 rund 4000 Liter Öl für die Beheizung der Fahrzeughalle verfeuert. Außerdem sei die Fahrzeughalle zu klein und beide Einfahrtstore zu eng. „Wir haben zwischen Wand und Fahrzeug je 50 Zentimeter Platz, auf denen sich bei einem Einsatz bis zu 20 Mann drängen, die sich dort auch noch umziehen müssen, weil wir keine Umkleideräume haben", erklärte Dietmaier. Dieser Zustand sei höchst unfallgefährlich und unhaltbar. Laut Architekt Josef Lutzenberger müsste die Fahrgasse neu gebaut, aus den vorhandenen zwei Toren eines gemacht und die Halle nach hinten verbreitert werden, um die vorgeschriebene Mindestlänge von zehn Metern zu erreichen. Dieser Umbau würde zusammen mit der Dachsanierung rund 185000 Euro kosten. Roman Hoiß (CSU) wehrte sich gegen die hohen Kosten. Er wies darauf hin, dass die vorhandenen zwei Feuerwehrwagen im kommenden Jahr durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden sollen. „Für ein Fahrzeug ist die Halle groß genug, und dann ist auch zum Umziehen genug Platz vorhanden“, so seine Argumente. Man müsse dann lediglich noch eines der Tore verbreitern, was relativ leicht möglich sei und nicht so hohe Kosten verursachen könne. Hoiß warf der Feuerwehr vor, unbedingt eine große Lösung anzustreben und eine kleine nicht zu akzeptieren. Einige Räte erklärten, nicht aus dem Stand und unvorbereitet über eine so hohe Summe entscheiden zu können. Christian Scheifele (CSU) schlug einen Ortstermin vor, da einige Ratsmitglieder die Situation vielleicht gar nicht aus eigener Anschauung kennen würden. Zuschuss möglich „Wer nicht mal weiß, wo die gemeindlichen Feuerwehrhäuser stehen, ist hier fehl am Platz“, konterte Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU). Er warf dem Gremium vor, eine Entscheidung unnötig hinauszuzögern. Für den Neubau der Fahrgasse könne man von der Regierung von Oberbayern einen Zuschuss in Höhe von 40000 Euro bekommen. Man einigte sich schließlich darauf, den Tagesordnungspunkt zur Vorberatung an den Feuerwehrausschuss zu verweisen und in einer nächsten Sitzungen wieder dem Gemeinderat vorzulegen.

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