Energiesparen macht Schule

Energieverbrauch der Leederer Grundschule sinkt um 80 Prozent

Im Garten vor der Leederer Grundschule (im Hintergrund zu sehen) fand die Feier statt. Hier spielen Kinder der Bläserklasse mit Karina Schönberger zur Eröffnung.
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Im Garten vor der Leederer Grundschule (im Hintergrund zu sehen) fand die Feier statt. Hier spielen Kinder der Bläserklasse mit Karina Schönberger zur Eröffnung.
  • VonJohannes Jais
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Fuchstal – Energie sparen macht Schule. Das ist in Fuchstal wörtlich zu nehmen. Denn am für 1,4 Millionen Euro sanierten Gebäude für die Grundschule in Leeder sinkt der Energieverbrauch um 80 Prozent. Nach acht Monaten Bauzeit ist „ein Kleinod“ (Rektorin Eva-Maria Klein) entstanden. Vier Klassenzimmer, ein Nebenraum und ein kleines Lehrerzimmer sind dort untergebracht.

Es herrschte eine fröhliche Stimmung bei der Feier im Freien, die endlich im Juli abgehalten werden konnte. Es spielte die Bläserklasse der Dritt- und Viertklässler mit Karina Schönberger; gesungen hat der Chor mit Lehrerin Heike Walter von der Grundschule Unterdießen.

Es sei ein „Kleinod, das wir hier haben. Das entzerrt manches“, sagte Rektorin Klein. Sie ist Chefin einer Schule mit fünf Standorten: der Mittelschule in Leeder und in Rott sowie der Grundschule in Leeder, Asch und Unterdießen. Die Kolleginnen und die Kinder würden sich im sanierten Haus richtig wohl fühlen.

Die Balance zwischen einer Sanierung mit energiebewusstem Schwerpunkt und einer zukunftsorientierten Pädagogik sei gelungen, befand Klein. Davon konnten sich am Freitagnachmittag auch etliche Eltern einen Eindruck verschaffen. Zuvor ging Dekan Oliver Grimm mit Lehrkräften und Bürgermeister Erwin Karg in die Zimmer und spendete den Segen für die Menschen und für die Schulräume.

Architekt Peter Holzapfel junior (Epfach) blickte auf die Maßnahmen der achtmonatigen Bauzeit zwischen zurück. Die abschließende Feier konnte wegen Corona aber erst jetzt gehalten werden. Der Architekt erwähnte den Vollwärmeschutz, den Austausch der Glasbausteine, die Installation von Wärmepumpe und Gasbrennwertkessel, den Aufzug, den zweiten Rettungsweg mit der Außentreppe, aber auch Türen und Garderoben.

Die Böden seien teils noch von 1956 gewesen, als die Schule gebaut wurde. Unterm Blechdach sei nun eine 35 Zentimeter starke Dämmschicht eingezogen. Oben befindet sich eine PV-Anlage zur Eigenstromnutzung. Erwähnung fanden auch die digitalen Tafeln und das behindertengerechte WC. Der Schulhof soll mit Eltern, die zupacken, noch gestaltet werden.

Mit Stolz deutete Karg auf die Klimageräte an der Decke in den Klassenzimmern, schon vor 13 Jahren eingebaut. Er sagte dies vor dem Hintergrund, dass zurzeit wegen Corona viele Luftfiltergeräte in Klassenzimmern installiert werden.

Bürgermeister Erwin Karg listete auf, was in der Gemeinde Fuchstal in den vergangenen 20 Jahren alles auf Vordermann gebracht worden ist. Er erwähnte die erste und zweite Etappe bei der Erweiterung der Mittelschule, die Generalsanierung der Grundschule Asch 2009, des Weiteren die umfangreichen Maßnahmen bei der Mittelschule 2010 und den Anbau der Kinderkrippe 2014. Noch ausstehen würde der Neubau der zweiten Kindertagesstätte, die auf vier Gruppen ausgelegt ist.

Karg sprach von der „letzten Einweihung für mich in punkto Schule“. Er ist noch bis 2026 im Amt. Zu den Baukosten erhält die Gemeinde 720.000 Euro an Zuschüssen. Diese fließen aus dem KIP, dem „Kommunalen Investitionsprogramm“. Schließlich gab der Bürgermeister in der Ansprache kurzzeitig den Pädagogen. Die Buben und Mädchen sollen frech bleiben und Humor behalten. Wenn er Lehrer wäre, würde er jedes Kind, das Humor zeige, von Haus aus um eine Note besser bewerten.

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