Englische Woche mit drei Zählern – Nach 3:0-Sieg gegen Großhadern muss der TSV Landsberg in Gundelfingen Federn lassen

Es war eigentlich wie immer, wenn der TSV Landsberg in Gundelfingen spielt. Die Zuschauer sehen ein rassiges und unterhaltsames Spiel, und der glückliche Sieger heißt Gundelfingen. Auch am vergangenen Samstag unterlagen die Kicker aus der Lechstadt beim Mitaufsteiger mit 1:2 und mussten somit die erste Niederlage in der Landesliga hinnehmen. Wenige Tage zuvor, am Mittwoch, hatten sie zuhause einen 3:0-Sieg gegen den TSV Großhadern gelandet.

Zunächst zur Partie am Samstag. Für die Lechstädter begann sie fast nach Wunsch. Ein Freistoß von David Riedlbauch konnte Gundelfingens Schlussmann Kiebler gerade noch an den Pfosten lenken. Doch schon im Gegenzug gelang dem Gastgeber das 1:0. TSV-Verteidiger Marcus Steinberger behinderte einen Gundelfinger beim Schussversuch und der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Torwart Markus Obermayer war machtlos und so stand es nach acht Minuten bereits 1:0 für die Hausherren. Doch lange hielt die Führung nicht, denn ein schnell vorgetragener Angriff verwertete Patrick Starker zum 1:1-Ausgleich. In der Folgezeit gab es einige Möglichkeiten auf beiden Seiten, allerdings blieb es beim Unentschieden zur Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel war die Partie weiter offen. Beste Einschussmöglichkeiten wurden auf beiden Seiten reihenweise vergeben. Und als sich die Teams offensichtlich schon mit einem leistungsgerechten Remis abgefun­- den hatten, nahm sich Gundelfingens bester Mann Thomas Wünsche in der 86. Minute ein Herz und versenkte den Ball mit einem Traumtor aus 25 Metern unhaltbar im Kasten des TSV Landsberg. Die Mannen von Trainer Jochen Frankl gaben sich indes nicht geschlagen und kamen noch zu zwei Großchancen. Aber wie bereits in den 90 Minuten zuvor, scheiterten sie stets am hervorragenden Gundelfinger Keeper oder am eigenen Unvermögen und so blieb es letztendlich beim schmeichelhaften aber nicht unverdienten Sieg für den FC Gundelfingen. TSV-Abteilungsleiter Andy Jung fasste das Geschehen in einem Satz zusammen: „Wenn du aus so vielen Torchancen so wenig machst, darfst du dich nicht beschweren, wenn du am Ende ohne Punkte dastehst!“ Unbequemer Gegner Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison stand für den TSV Landsberg eine „Englische Woche“ auf dem Spielplan – und am Mittwoch war mit dem TSV Großhadern im heimischen Hacker-Pschorr-Sportpark ein recht unbequemes Team zu Gast. Die Lechstädter gingen am Ende zwar als klarer Sieger vom Platz, doch den 3:0-Erfolg mussten sich die Spieler 90 Minuten hart erarbeiten. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit hatte Großhadern eindeutig mehr vom Spiel, umso überraschender die 1:0-Führung in der 28. Minute durch einen klassischen Abstauber von David Riedlbauch. Auch im zweiten Spielabschnitt ließ sich die Frankl-Truppe das druckvolle Spiel der Münchener aufzwingen und nur den starken Paraden von TSV-Keeper Obermayer war es zu verdanken, dass die 1:0-Führung lange Zeit Bestand hatte. Dem Treffer zum 2:0 für Landsberg in der 70. Minute ging wiederum eine Standardsituation voraus: Ecke durch Patrick Starker, den mächtigen Kopfball von Elmin Korora klärt die Großhadener Abwehr auf der Linie, doch der Nachschuss von Johannes Müller passt genau unter die Querlatte. Die Entscheidung zu Gunsten des TSV Landsberg fiel in der 78. Minute: Der kurz zuvor eingewechselte Adem Sadak wirbelt durch den Strafraum, er überlistet Gästetorwart Max Urwantschky mit einem Heber, aber der Ball landet am Pfosten. Den Abpraller versenkt er schließlich zum 3:0-Endstand. Gegen den Favoriten Am kommenden Freitag spielen die Landsberg erneut auswärts. Gegner ist kein geringerer als Topfavorit Gersthofen. Anpfiff ist um 19:30 Uhr.

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