Engpass in der Kinderkrippe

Die Kinderkrippe St. Maurus schließt Ende Juli – eventuell kommt es bis Sommer 2012 zu Engpässen, bis dahin könnten die neuen Krippenplätze in St. Gabriel fertig sein. Foto: Robert

In der Marktgemeinde kann es ab Herbst zu einem Engpass bei den Krippenplätzen für Kleinkinder kommen. Grund: Das Kloster St. Alban muss seine Krippe in St. Maurus aufgeben. Der Gemeinderat setzte vergangene Woche ein Signal und genehmigte 18 Krippenplätze im Kindergarten St. Gabriel. Sie stehen allerdings nicht vor Herbst 2012 zur Verfügung.

Schwester Ingeborg Ott, Priorin im Kloster St. Alban, bedauert sehr, dass die Kinderkrippe im ehemaligen Müttererholungsheim St. Maurus nur noch bis Ende Juli geöffnet ist. Grund: Die beiden Klosterschwestern Sr. Wendelgard und Sr. Theresia hätten mittlerweile ein Alter erreicht, in dem man an ein Aufhören denke, und man habe im Kloster selbst zu wenig junge Schwestern, um diese Aufgabe weiter betreiben zu können. Der Einsatz von weltlichem Personal dagegen würde die Kosten für die Privatinitiative des Klosters untragbar in die Höhe treiben. „Es fällt uns selbst schwer, das aufzugeben“, beteuerte Sr. Ingeborg Ott, aber die meisten Eltern hätten mit Sicherheit schon eine Lösung gefunden. Derzeit besuchen rund 20 Kinder die Krippe. Als Ansprechpartner nennt die Priorin direkt Bürgermeister Herbert Kirsch. Die Marktgemeinde hat für das anstehende Krippenjahr nicht sofort eine Lösung parat, wobei die Zusagen beziehungsweise Absagen für die Krippenplätze noch nicht versandt sind, wie Kirsch auf Nachfrage betonte. Bei der ein oder anderen Doppelanmeldung sei der Engpass eventuell nicht ganz so groß. Gute Alternativen Auch gebe es in der Marktgemeinde eine Tagesmutter, das Buchen erfolge völlig unproblematisch über das Netzwerk für Kinder in Landsberg. Außerdem gebe es an zwei Kindergärten offene Kindergartenplätze, in denen auch Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden – was wiederum Erleichterung schaffe. Ab dem Krippenjahr 2012 könnten dann wieder ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat passte am Montag seine Bedarfsplanung an, und zwar um insgesamt 18 Krippenplätze im katholischen Kindergarten St. Gabriel. Dieser soll umgebaut und saniert werden. Auch die Gemeinde beteiligt sich finanziell an den Kosten. Insgesamt ist die Bau­maßnahme mit rund einer Million Euro angesetzt. Bürgermeister Kirsch rechnet mit einem Gemeindeanteil von 300000 bis 350000 Euro, je nach Höhe des Zuschusses der Regierung der Regierung von Oberbayern au. Nun muss das Landratsamt Landsberg noch seinen Segen zur Anzahl der Krippenplätze gebe. Derzeit werden in Riederau 15 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren angeboten, im SOS-Kinderdorf stehen zwölf zur Verfügung. Dettenschwang und St. Gabriel nimmt auch Kinder ab zwei Jahren auf.

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