Kultur, Natur und Lebensqualität

"Coole Gedanken" für Gut Mittelstetten

+
Die Initiatoren und künftigen Betreiber des Guts Mittelstetten. Dritter von links: Eigentümer Maximilian Neubauer. Bildmitte: Planer Georg Fink.

Landsberg – Nach und nach füllte sich der Zuschauerbereich des Sitzungssaals im Historischen Rathaus am vergangenen Mittwoch mit jungen Menschen. Kurz darauf wurde klar: Das sind die künftigen Betreiber von Gut Mittelstetten, die dort ein ungewöhnliches Konzept verwirklichen wollen. Nach der Ideenpräsentation im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss gab es von den Stadträten Zustimmung und Ermunterung.

Am meisten freute sich Jonas Pioch (Landsberger Mitte): „Das sind coole Gedanken von jungen Leuten, die sich was trauen“. Aber auch andere Stadtratsmitglieder nickten erfreut. „Endlich erwacht Gut Mittel­stetten aus seinem Dornröschenschlaf“, konstatierte sein Fraktionskollege Hans-Jürgen Schulmeister. Eigentümer Maximilian Neubauer will in Mittelstetten zusammen mit Verwandten und Freunden ein „Gut für Kultur, Natur und Lebensqualität“ verwirklichen - mit landwirtschaftlichem Charakter, aber nah am urbanen Leben.

Das zwischen Erpfting und Ellighofen gelegen Gut Mittelstetten aus der Vogelperspektive.

Wer nach einem Obertitel oder Schlagwort für das Vorhaben sucht, wird keinen Erfolg haben. Die Betreiber selbst teilen das Gelände in Zonen ein. Zu den zentralen Zonen gehört ein Wohnbereich. Geplant ist Wohnraum für 50 bis 60 Personen in Apartments unterschiedlicher Größen. Dabei soll es gemeinsam nutzbare Einrichtungen für Feiern und Aktivitäten geben.

Einige Bewohner werden auf dem Gut auch arbeiten: In der Planung sind Handwerksbetriebe, Landwirtschaft, Gartenbau, Nutztierhaltung (Rinder, Schafe, Gänse, Hühner), die Wiederaufnahme der Brennerei und eine „Zone Pferde“ – sie sollen in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden, bei Traditionsveranstaltungen auftreten und für Planwagen-Ausflüge von Landsberg nach Mittelstetten und in die Umgebung zur Verfügung stehen.

Auf dem Areal sollen auch Kinder und Jugendliche aller Altersstufen betreut werden, mit Bezug zu Natur und Landwirtschaft im Sinne des Arche-­Konzepts. Dazu sind Kooperationen mit Schulen und sozialen Einrichtungen geplant. Die für Besucher wichtigste Zone wird der gastronomische Bereich sein. Geplant sind ein Gutswirtshaus, ein Biergarten, ein Café, eine Sommerkegelbahn, Veranstaltungs- und Seminarräume sowie eine Markthalle, in der eigene und regionale Produkte angeboten werden.

„Leben und Arbeiten im Gutsbetrieb, mit Lebensraum für Mensch und Tier sowie Ausbildungsmöglichkeiten für Jung und Alt“, schwärmte Planer Georg Fink in der Sitzung des Ausschusses. Das Gremium, die Verwaltung und der Investor sind sich einig, dass dazu ein Bebauungsplan erforderlich ist. Das Thema wird die Gremien der Stadt also noch eine ganze Zeit beschäftigen.

Die Besucher im Sitzungssaal des Historischen Rathauses konnten aber mit einem guten Gefühl in den Planungsprozess gehen: Ihre Ideen sind in Landsberg willkommen.

Werner Lauff

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Dießen feiert die Himmelskönigin
Dießen feiert die Himmelskönigin
Wie sieht das neue Inselbad aus?
Wie sieht das neue Inselbad aus?
Wetterfestes Publikum
Wetterfestes Publikum

Kommentare