Sanierung oder Neubau?

Kauferinger Feuerwehr muss weiter auf Entscheidung warten

+

Kaufering – Es herrscht schlechte Stimmung im Rathaus und im Marktgemeinderat. In der jüngsten Sitzung nahmen die Marktgemeinderäte nach einer Abstimmung den Punkt „Neubau oder Sanierung des Feuerwehrhauses“ mit 14:6 Stimmen von der Tagesordnung. Ihre Begründung, es sei nicht genügend Zeit gewesen, sich auf den Punkt vorzubereiten. Zwar sei die Feuerwehrkommission inzwischen zu einem Ergebnis gekommen, doch nicht alle Mitglieder des Marktgemeinderates seien auf dem gleichen Sachstand wie die Kommissionsmitglieder beziehungsweise auch die Fraktionsvorsitzenden, die das Thema einige Tage vorher behandelt hatten.

Die Feuerwehrkommission, so war herauszuhören, hatte sich mit 9:1 Stimmen für einen Neubau des Feuerwehrhauses am heutigen Standort ausgesprochen. Das war für Bürgermeisterin Bärbel Wagener-Bühler dann auch der Grund, das Thema in die Tagesordnung aufzunehmen, zumal es in der Fraktionssprechersitzung auch besprochen war.

Für Andreas Keller (GAL), der den Antrag eingebracht hatte, ist aber mindestens noch ein Treffen notwendig. Die parteilose Marktgemeinderätin Eva Nitsche kritisierte das Verfahren. In der Feuerwehrkommission seien schließlich nicht nur Marktgemeinderäte. Dass der Kreisbrandinspektor oder andere Nichtmarktgemeinderäte, die nicht in Kaufering wohnen, darüber abstimmen dürfen, gehe nicht. Dies sei ausschließlich dem Marktgemeinderat vorbehalten.

„Warum machen wir eigentlich Kommissionen oder Ausschüsse“, fragte eine sichtlich verärgerte Rathauschefin. „Wir haben aufgrund ihrer Vorschläge eine Feuerwehrkommission eingerichtet, da sich das Gremium des Marktgemeinderates als zu unflexibel erwiesen hat“. Übrigens sei das ja nicht der erste Fall, erinnerte die Rathauschefin. Einige Wochen vorher hatte der Marktgemeinderat sich bei der Einrichtung einer Planstelle „Sozialkoordination“ nicht an die Empfehlungen des Ausschusses gehalten. Auch damals war Bärbel Wagener-Bühler schon stinksauer (der KREISBOTE berichtete).

Bärbel Wagener-Bühler machte deutlich, dass sie bei der Entscheidung über das Feuerwehrhaus aufs Tempo drücken möchte. Das Thema stünde ja bereits seit vier Jahren auf der Tagesordnung.

Die Konfrontation, die sich hier aufbaue, sei nicht gut, betonte ein sichtlich um Ausgleich bemühter Dr. Thomas Harbich. „Wir bitten lediglich um vier Wochen mehr Zeit“, sagte der Fraktionssprecher der Kauferinger CSU. Auf diese vier Wochen käme es nun auch nicht mehr an, nachdem bereits vier Jahre über das Thema diskutiert worden sei.

Siegfried Spörer

Auch interessant

Meistgelesen

Ruethenfest erobert die Stadt
Ruethenfest erobert die Stadt
Und wieder siegt das Gute
Und wieder siegt das Gute
Bankhaus Hauck&Aufhäuser verklagt den Freistaat Bayern
Bankhaus Hauck&Aufhäuser verklagt den Freistaat Bayern
Landsberger Rettungshundestaffel der Johanniter feiert ihr 20-Jähriges 
Landsberger Rettungshundestaffel der Johanniter feiert ihr 20-Jähriges 

Kommentare