Es geht ins Detail

+
Das Baugebiet An der Obstwiese entsteht zwischen der Leederer Straße (links) und dem Bahngleis (rechts). 49 Grundstücke werden ausgewiesen. Erschlossen wird es über zwei breitere Straßen und über Stichstraßen.

Denklingen – Ins Detail gegangen sind die Denklinger Gemeinderäte auf der letzten Sitzung, als der aktuelle Planungsstand zur Erschließung des Baugebietes An der Obstwiese das Thema war. Dort werden zwischen Leederer Straße und der Bahnlinie 49 Grundstücke für Häuslebauer ausgewiesen. Zugelassen sind maximal zwei Wohnungen pro Gebäude. Das heißt: Doppelhäuser sind ebenso möglich wie eine Wohnung im Erdgeschoss und eine weitere im ersten Stock.

Die Räte haben die Entwurfsplanung, die Max Lang vom Büro Schenk & Lang aus Lengenfeld erläuterte, mehrheitlich befürwortet. An vorläufigen Baukosten, die von der Gemeinde vorgestreckt werden müssen, sind knapp 1,3 Millionen Euro errechnet worden. Dieser Betrag wird später auf alle umgelegt, die dort ein Grundstück erwerben. Die Kosten für den Grunderwerb, für den Flächennutzungsplan oder für Vermessungsarbeiten sind da noch nicht dabei.

Die Tiefbauer werden im zweiten Quartal des Jahres 2017 mit den Arbeiten loslegen, wie der geschäftsleitende Beamte Johann Hartmann vorausblickt. Ende 2017 soll mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden.

Im Detail schilderte Ingenieur Max Lang vom Architekturbüro Schenk & Lang, dass der Radweg entlang der Leederer Straße noch zurückgestellt werde. Dieses Vorhaben solle man gemeinsam mit dem Vollausbau der Kreisstraße nach Leeder angehen, der seitens des Landkreises Landsberg für das Jahr 2018 angekündigt worden ist.

Nach einer längeren Diskussion entschied das Gremium, die Grünstreifen an der Straße zu belassen und nicht den angrenzenden Grundstücken zuzuordnen, wie es Gemeinderätin Regina Wölfl vorgeschlagen hatte. Diese Grünstreifen befinden sich dort, wo die nördliche Straße ins Baugebiet einen Schwenker macht. Damit soll Tempo der Autofahrer rausgenommen werden.

Keine Rennstrecke

Johannes Schelkle erklärte jedoch, bei 200 Meter Länge entwickle sich die Erschließungsstraße bei geradem Verlauf doch zu keiner Rennstrecke. Deswegen bräuchte es kein Verschwenken beim Straßenverlauf. Bürgermeister Michael Kießling antwortete, dass Fachleute sehr wohl dazu raten, in Wohngebieten mit baulichen Maßnahmen Geschwindigkeit rauszunehmen.

Die Straße, die von Südwesten her schräg durch das neue Baugebiet verläuft, wird ungefähr Meter breit. Davon entfallen fünf Meter auf die Fahrbahn und 1,5 Meter auf den Gehweg. Die verschiedenen Stichstraßen, die immer mit einem Wendehammer enden, bekommen keinen Gehsteig. Dies sei bei nur sechs bis acht Anliegern nicht notwendig, kommentierte Max Lang vom Planungsbüro.

Johannes Jais

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Wie sieht das neue Inselbad aus?
Wie sieht das neue Inselbad aus?
Parknotstand durch Neubau?
Parknotstand durch Neubau?
"Einmal die Tonne öffnen, bitte!"
"Einmal die Tonne öffnen, bitte!"

Kommentare