"Weiße Rößl" feiert umjubelte Premiere

Seebühne Utting: das »Weiße Rößl« am Ammersee

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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.
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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.
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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.
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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.
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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.
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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.
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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.
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Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.

Utting – Der Himmel hielt dicht bis zum Schlussapplaus bei der viel beklatschten Premiere der Seebühne Utting. Die 340 Zuschauer in der ausverkauften Freiluftbühne bekamen erst auf dem Heimweg ein paar Regentropfen ab. Dafür wurden sie vorher gut zwei Stunden bestens unterhalten. Das berühmte „Weiße Rößl“ hatte man für die aktuelle Spielzeit einfach vom Wolfgang- an den Ammersee verlegt und in einer fulminanten Inszenierung von Florian Münzer auf die nagelneue Bühne gebracht.

Die Premiere des Singspiels "Im Weißen Rößl" auf der Uttinger Seebühne war ein voller Erfolg. Selbst der Regen wartete bis zum Schluss.

Das Singspiel von Ralph Benatzky wird noch bis zum 11. August (täglich außer montags) aufgeführt. Dass man mit diesem Stück ins Schwarze getroffen hat, beweisen die vielen Kartenvorbestellungen. Bei nur 20 Vorstellungen muss man sich auch sputen.

Der nicht tot zu kriegende Evergreen wird seit der Uraufführung 1930 im Großen Schauspielhaus Berlin auf der ganzen Welt gespielt. Am New Yorker Broadway zählte man 223 ausverkaufte Vorstellungen, in London gar 651.

Die Handlung ist spätestens seit der Kinoverfilmung mit Peter Alexander als Oberkellner Leopold und Waltraud Haas als Wirtin Josepha Vogelhuber bekannt: Zahlkellner verliebt sich in Hotelbesitzerin, die aber auf einen Gast spechtet. Natürlich gibt es nach diversen Verwicklungen das ersehnte Happy End. Warum sich das „Weiße Rößl“ solange hält, liegt auch an den Musikstücken, die echte Schlager und Dauerbrenner geworden sind. Neben dem Titelsong „Im weißen Rößl am Wolfgangsee“ sind das unter anderem „Es muss was Wunderbares sein“, „Was kann der Sigismund dafür“, „Zuschaun kann i net“ oder „Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein“.

In der Uttinger Seebühne kommt die Musik natürlich nicht vom Band, sondern es wird live gespielt und gesungen – in bester Qualität. Im Orchestergraben geben Michael Bauer, Stephan Ronkov, Jeanette Höfer, Katharina Kraus, Philipp Dölzer und Karsten Gnetter den richtigen Ton an.

Die vielen Statisten machen den Chor; und die Hauptdarsteller zeigen, dass sie auch gesangsmäßig was drauf haben. Allen voran Barbara Hölzl als Wirtin, Ruben Hagspiel als Kellner, Werner Högel als Rechtsanwalt und Lisa Bales als Klärchen. Und natürlich Holger Schmidt-Lutz als launiger Fabrikant Gieseke, der mit seiner umwerfenden Mimik stets die Lacher auf seiner Seite hat. Luis Graf als Piccolo Gustl entpuppt sich von Jahr zu Jahr mehr als Schauspieltalent. Sogar Regisseur Florian Münzer steigt zum Finale in die Lederhose und mimt den Bürgermeister beim großen Verlobungsfest.

Mit seinem „Weißen Rößl“ gelang Münzer eine wirklich sehens- und hörenswerte Adaption des Singspiels. Getragen von einem glänzend aufgelegten Schauspielerensemble aus Profis und Laiendarstellern erzählt das Stück die ebenso romantische wie turbulent-humorvolle Geschichte von Liebe, Lügen und Eifersüchteleien am Wolfgang- bzw. Ammersee.

Dazu kommt die wunderbare Stimmung am See, wenn die Sonne versinkt, der letzte Dampfer vorbeizieht und die Segelschiffe in den Wellen schaukeln. Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger, Stammgast und Fan der Seebühne, will sich das Stück auf jeden Fall ein zweites mal ansehen, denn „Da ist keine Minute langweilig“.

Dieter Roettig

Rubriklistenbild: © Roettig

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